Nolde krönt intensive Woche mit Sieg

Sport / 26.04.2026 • 17:49 Uhr
Nolde krönt intensive Woche mit Sieg
Tobias Nolde mit dem Siegerpokal. Eisenbauer

Team Vorarlberg dominiert Kirschblütenrennen. Aktuell bestes österreichisches Radteam.

Wels Für das heimische Radteam endete am Sonntag eine kräfteraubende Woche mit einem vollen Erfolg. Nur 48 Stunden nach dem Ende der Tour of the Alps, dominierten Stüssi und Co. beim zweiten Rennen der Austrian Cycling League in Wels. 168,9 anspruchsvolle Etappenkilometer wartete auf die „Gelben“ aus dem Ländle. Und die stellten nach dem Auftakterfolg in Leonding mit Tobias Nolde erneut den Sieger.

Nolde krönt intensive Woche mit Sieg
Tobias Nolde jubelt im Trikot des Gesamtführenden. Eisenbauer

Der 27-jährige Deutsche nutzte das von Beginn an hohe Tempo seiner Teamkollegen und war zwei Runden vor Schluss dabei, als sich eine neunköpfige Ausreißergruppe absetzte. Zudem gelang es Emanuel Zangerle (25) aus dem Verfolgerfeld noch an die Spitze aufzuschließen. Und so waren die letzten 20 Etappenkilometer von einem ununterbrochenen Schlagabtausch der Spitzenfahrer geprägt.

Nolde krönt intensive Woche mit Sieg
Mit dem Arlberg-Express-Teambus ging es von Bozen direkt nach Wels. Eisenbauer

Doch Nolde parierte, unterstützt von Zangerle, jegliche Attacke souverän. Kurz vor dem Ziel war der Team-Vorarlberg-Fahrer auch dabei, als sich mit dem Österreicher Paul Buschek (Team Schwingshandl) und dem Neuseeländer Christian Rush (ARBÖ Kärnten) entscheidend abzusetzen vermochte. Auf den letzten 200 m zündete Nolde seinen Turbo und sprintete zu seinem zweiten Saisonsieg vor Buschek und Rush. „Dieser Sieg zeigt unsere aktuelle Geschlossenheit in der Mannschaft. Jeder hat seinen Job gemacht, und wir haben unsere Taktik perfekt umgesetzt. Im Finale war es dann ein offener Schlagabtausch. Ich hatte gute Beine und der Sprint hat dann super geklappt.  Das gibt uns viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben“, freut sich Nolde nach dem Zieleinlauf.

26.04.2026 Rad 64. Int. Raiffeisen Kirschblütenrennen Wels
Geschlossen an der Spitze, das Team Vorarlberg diktiert das Tempo. Eisenbauer

Den herausragenden Erfolg für das Team Vorarlberg komplettierte Zangerle auf einem starken vierten Rang. Eine erfreuliche Rückkehr feierte der Italiener Giacomo Ballabio nach längerer Viruserkrankung mit einem zwölften Platz. Dominik Röber (14.) und Philipp Hofbauer (16.) rundeten eine herausragende Mannschaftsleistung ab. Nach dem Sieg von Alexander Konychev im Jahr 2025, gelang es heuer für das Team Vorarlberg, das auch in der Mannschaftswertung führt, den Erfolg in Wels zu wiederholen. Mit dem Sieg baute Nolde seine Gesamtführung (420 Punkte) in der Austrian Cycling League aus. Er führt vor Buschek (246), doch dahinter lauern auf den Rängen drei bis fünf die Vorarlberg-Profis Emanuel Zangerle, Philipp Hofbauer (23) und Dominik Röber (26).

Radsport
Lange vorne dabei, ehe ihn ein Materialdefekt stoppte: Kilian Feurstein. Stehli

Weniger gut lief es für Kilian Feurstein, der mit Materialdefekt aufgeben musste. Der 22-Jährige freut sich nun auf das Heimrennen am 1. Mai, auf den GP Vorarlberg in Nenzing.