Lampert meldet sich eindrucksvoll zurück

Feldkircher überzeugt beim Rechberg-Rennen mit Topspeed und war bestplatzierter Österreicher.
Rechberg Beste äußere Bedingungen und ein hochkarätiges Teilnehmerfeld sorgten am Rechberg in der Steiermark für einen besonderen Auftakt der FIA-Bergeuropameisterschaft. Beim 52. Rechbergrennen gingen rekordverdächtige 269 Starter ins Rennen und boten den tausenden Motorsportfans bei frühsommerlichen Temperaturen ein Motorsport-Spektakel der Extraklasse.

Besonders im Fokus stand der Feldkircher Bergspezialist Christoph Lampert (44), der nach fast einjähriger Pause wieder an den Start ging. Nach einem schweren Unfall bei einem privaten Test im Vorjahr war sein NOVA PROTO NP1 mit 1750 ccm Turbomotor wieder einsatzbereit und bereit für neue Herausforderungen.
Lampert schnellster “Amateur”
Nach zwei gewerteten Läufen belegte Lampert den sechsten Gesamtrang – ein beachtliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die vor ihm platzierten Konkurrenten allesamt Profis sind, die ihren Lebensunterhalt mit dem Rennsport verdienen und die komplette FIA-Bergeuropameisterschaft bestreiten. Als Amateur konzentriert sich Lampert voll auf die Österreich-Bergwertung und konnte dennoch mit den Besten mithalten.

Herausforderungen und starke Leistungen
Lampert selbst zeigte sich mit dem Saisonauftakt sehr zufrieden: „Es war ein sehr cooler Renntag, nach so langer Pause wieder so weit vorn zu landen war unter dieser herrlichen Kulisse und dem fantastischen Publikum ein sehr gelungener Saisonauftakt.“ Probleme bereitete ihm lediglich die Bereifung, was im ersten Lauf zu Schwierigkeiten bei der Traktion führte. Im zweiten Durchgang lief es dank neuer Reifen deutlich besser – mit einer Spitzengeschwindigkeit von 245 km/h auf der 4,4 Kilometer langen Strecke setzte er ein Ausrufezeichen. Lampert war damit bester Österreicher im Feld und stellte zudem die jeweils schnellste Zeit auf, die je ein Österreicher auf dieser Strecke gefahren ist.

“Jetzt heißt es den Boliden für das nächste Rennen vorzubereiten und die Schwachstellen auszumerzen und die Erkenntnisse aus den ersten beiden Rennläufen umzusetzen um beim nächsten Rennen in Skradin, Kroatien am 16./17. Mai kann ich wieder voll angreifen”, so Lampert