Nenzing ist wieder das Rad-Epizentrum

Der GP Vorarlberg bringt die Elite nach Nenzing und zwingt die Fahrer an ihre Grenzen.
Nenzing Wenn am 1. Mai wieder rund 160 Profis aus über 20 Nationen durch das Oberland jagen, ist eines garantiert: Der Grand Prix Vorarlberg wird erneut zur großen Bühne für ein Rennen am Limit. Schon im Vorjahr zeigte sich, wie eng es auf dem selektiven Kurs zugeht – und wie schmal der Grat zwischen Triumph und Enttäuschung ist.
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“Mit Platz zwei bist du als Rennfahrer nicht immer wirklich happy. Heute jedoch bin ich es, weil wir fast alles richtig gemacht haben. Ich konnte solo zwei Minuten zufahren, doch am Ende hat sich Jaka Marolt einfach erfolgreich gewehrt”, erinnerte sich Colin Stüssi an das dramatische Finale 2025.
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Nur wenige Sekunden entschieden damals über Sieg und Niederlage – und genau diese Intensität macht auch heuer den Reiz aus. Denn eines ist klar: Auf den 163 Kilometern mit ihren schweren Schlussrunden wird wieder jeder Fehler bestraft.

Dass der Kurs keine taktischen Spielchen zulässt, zeigte sich bereits im vergangenen Jahr eindrucksvoll: Es wurde nicht allzu viel taktiert, es ging gleich in den ersten Runden in die Vollen. Ein Szenario, das auch 2026 zu erwarten ist – vor allem angesichts der hochkarätigen Besetzung rund um das Weltklasseteam Visma | Lease a Bike. “Wir wissen um die Stärke der Konkurrenz, aber wir werden mit unserer aktuell besten Besetzung alles daransetzen, um vor heimischem Publikum um den Sieg mitzufahren”, unterstreicht Team-Vorarlberg-Sportdirektor Paul Renger die Wichtigkeit des Rennens für das gesamte Team-Umfeld.
15. GP Vorarlberg
15. GP Vorarlberg 1. Mai – Programmhighlights:
- 07.45 – 8.45 Uhr: Registrierung Käferle-Cup
- 09.00 – 10.15 Uhr: Käferle-Cup Rennen in den diversen Altersklassen
- 09.30 – 14.30 Uhr: Rad-Parcours auf dem Sportplatz der Sportmittelschule Nenzing
- Ab 10.15 Uhr: Präsentation der Mannschaften im Start-/Zielbereich
- 11.30 Uhr: Start GP Vorarlberg – powered by Radhaus Rankweil
- ca. 15.20 Uhr: Zielankunft
- Anschließend: Siegerehrung
Ein Schlüsselereignis
Für das Team Vorarlberg ist das Heimrennen erneut ein Schlüsselereignis. Die Form scheint zu stimmen. Das zeigten die letzten Ergebnisse. Bereits jetzt darf davon ausgegangen werden, dass sowohl Lokalmatador Kilian Feurstein (Dornbirn) wie auch Team-Leader Colin Stüssi, Emanuel Zangerle, Dominik Röber und der aktuelle Austrian-Cycling-League-Dominator Tobias Nolde als Fixstarter gelten.

Auch die Konkurrenz weiß, was sie in Nenzing erwartet. Vorjahressieger Jaka Marolt musste 2025 im Finish alles riskieren, um seinen Erfolg zu sichern: “Als ich ihn hinter mir erkannte, habe ich dann in der Abfahrt alles riskiert und war froh, als ich keinen mehr sah, als ich unten war”, erinnert sich der Slowene. Diese Mischung aus Risiko, Mut und purer Belastung macht den Charakter dieses Rennens aus.

Neben dem sportlichen Geschehen ist der GP Vorarlberg längst auch ein Publikumsmagnet. Die Begeisterung entlang der Strecke bleibt ein zentraler Faktor. Vorarlberg darf sich auf ein spannendes Radsportfest freuen. Erfreulich auch, dass wir wiederum auf so viele Helfer zählen dürfen”, blicken Thomas Kofler als OK-Verantwortlicher sowie Jürgen Schatzmann, seines Zeichens ORGA-Leiter des GP Vorarlberg, voller Vorfreude ihrem speziellen “Tag der Arbeit” entgegen. Zumal im Start-/Zielbereich schon ab acht Uhr morgens viel Betrieb sein wird. Denn nur eine Stunde später beginnt der größte “Käferle-Auflauf”. Zumal schon jetzt knapp 200 Kinder den Tag des Radsports eröffnen werden. Nachnennungen sind am Renntag noch möglich.