Moosbrugger vor Debüt im Nationalteam

Sport / 02.05.2026 • 12:54 Uhr
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Als Meister mit den 99ers durfte sich Lenz Moosbrugger auch ins Buch der Stadt Graz eintragen. gepa

21-jähriger frisch gebackener Meister mit Graz 99ers steht heute, 17 Uhr vor erstem Länderspiel – gegen Deutschland.

Lustenau Die letzten zwei Jahre verliefen für Lenz Moosbrugger mehr als nur erfolgreich. Nachdem der 20-Jährige 2024 den EHC Lustenau als Roh-Diamant Richtung Graz zu den 99ers verlassen hatte, konnte wohl niemand mit der raketenartigen Entwicklung von Moosbrugger rechnen.

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Lenz Moosbrugger steht heute vor seinem Länderspieldebüt.

Denn der Lustenauer feierte letzte Woche seinen ersten Meistertitel. Und nicht irgendeinen. Der Angreifer war Teil der Mannschaft, die erstmals den Eishockey-Titel nach Graz holen konnten. “Es ist irgendwie seit meinem Wechsel nach Graz immer bergauf gegangen, erzählt Moosbrugger, der anfangs noch von den 99ers verliehen wurde, doch mit Fortdauer arbeitete sich der Stürmer in die Mannschaft, die das Kunststück schaffte, alle Play-off-Spiele in der ICE Hockey League gewinnen zu können.

“Ich konnte mich in Graz in der Mannschaft toll entwickeln, auch weil mir meine Mitspieler in ganz vielen Dingen geholfen haben. Dass ich dann eben Teil der historischen Meistermannschaft wurde, ist einfach eine großartige Geschichte”, so der Lustenauer, der sich im letzten Finalspiel beim HC Pustertal sogar in die Torschützenliste eintragen konnte. “Das war sicher das Sahnehäubchen für mich nach der tollen Saison”.

Moosbrugger vor Debüt im Nationalteam
Lenz Moosbrugger im Dress des EHC Lustenau.

Party in Graz und Ibiza

Die Feierlichkeiten in Graz dauerten an, was auch auf Moosbruggers Stimme im Telefonat mit den VN schlug, “die habe ich teilweise verloren. Die Party in Graz war einfach großartig, dann haben wir auch noch ein paar Tage auf Ibiza dran gehängt. Sagen wir so: Den Meistertitel haben wir gebührend gefeiert.”

Anruf vom Teamchef

Doch Moosbruggers erste Titel war noch lange nicht das Ende seines Erfolgslaufs. Einen Tag nach der Rückkehr aus Ibiza läutete das Telefon, am anderen Ende niemand Geringer als Österreichs Teamchef Roger Bader. “Als er mich dann gefragt hat, ob ich es mir vorstellen kann zum Trainingscamp des Nationalteams dazuzustoßen, ist für mich der nächste Traum in Erfüllung gegangen”, berichtet Moosbrugger stolz.

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Im letzten Finalspiel trug sich Moosbrugger auch in die Torschützenliste ein.

Der 20-Jährige ließ sich nicht lange bitten, setzte sich in den Zug gen Zell/See, wo das Nationalteam das erste von zwei Testspielen gegen Deutschland verlor. “Ich habe davor die Trainings mitgemacht, um mich mal einzugewöhnen und es war ausgemacht, dass ich die erste Partie gegen Deutschland zusehe. Aber in Garmisch sollte ich dabei sein”, erzählt der Lustenauer voller Vorfreude auf sein erstes Länderspiel.

Das geht heute ab 17 Uhr in Garmisch-Partenkirchen über die Bühne – eben mit Lenz Moosbrugger, der somit sein Debüt feiern wird. “Ich will mich natürlich für weitere Aufgaben empfehlen, die WM steht ja vor der Tür. Aber Druck mache ich mir keinen, dafür ist die Freude über die Einberufung zu groß. Ich werde einfach mein Bestes geben, dann wird man sehen, was herauskommt”. Teamchef Bader meinte zur Einberufung von Moosbrugger, “dass er sich durch seine Leistungen empfohlen hat und wir möchten ihm die Chance geben, sich zu zeige.”.

Mit Dominik Zwerger, Ramon Schnetzer und Simeon Schwinger hat Moosbrugger auch Unterstützung aus dem Ländle im Nationalteam.