Hofbauer sprintet zum Sieg

Mit einer weiteren Machtdemonstration bei den Erlauftaler Radsporttagen unterstreicht das Team Vorarlberg seine Vormachtstellung in der Road Cycling League.
Wieselburg Das Team Vorarlberg hat bei den 53. Erlauftaler Radsporttagen seine derzeitige Vormachtstellung in der österreichischen Road Cycling League eindrucksvoll untermauert. Nur zwei Tage nach dem starken Auftritt beim GP von Vorarlberg präsentierten sich die Mannen von Teamchef Paul Renger erneut in bestechender Form und bestimmten das Renngeschehen über die gesamten 165 Kilometer.
Von Beginn an setzte die Equipe auf eine offensive Ausrichtung. Mit Colin Stüssi, Dominik Röber und Philipp Hofbauer war das Team früh in einer elfköpfigen Spitzengruppe vertreten, die sich nach 57 Kilometern bereits einen Vorsprung von 1:20 Minuten erarbeitet hatte. In der Folge bauten die Ausreißer ihren Abstand kontinuierlich aus und ließen dem Feld kaum eine Chance, wieder heranzukommen.
Auf der finalen 11-Kilometer-Runde spitzte sich das Rennen auf ein Duell zwischen Routinier Riccardo Zoidl (Hrinkow Advarics) und Philipp Hofbauer zu. Im Zielsprint von Wieselburg hatte der 25-jährige Steirer im Dress des Team Vorarlberg die schnelleren Beine und sicherte sich den Tagessieg. „nach einer bisher nicht ganz optimalen Saison heute bei mir der Knoten geplatzt ist. Dieser Befreiungsschlag tut mit Hinblick auf die kommenden Aufgaben extrem gut.“
Mit knapp einer Minute Rückstand erreichten die ersten Verfolger das Ziel. Dominik Röber belegte Rang acht, Colin Stüssi wurde Zehnter. Tobias Nolde kam im Hauptfeld als 21. ins Ziel und verteidigte damit nach vier Stationen die Gesamtführung in der Road Cycling League.

Bereits am Vortag hatte das Team Vorarlberg bei den Radsporttagen für Aufsehen gesorgt. Beim Wieselburger Rathaussprint, der zugleich als österreichische Meisterschaft im Kriterium ausgetragen wurde, lieferte sich Kilan Feurstein mit Fabian Steininger ein packendes Duell um den Titel. Trotz perfekter Unterstützung durch Tobias Nolde und Dominik Amann musste der Vorarlberger im entscheidenden Moment aus dem Pedal gehen, um einen Sturz zu vermeiden, nachdem Steininger seine Sprintlinie verlassen hatte. Da die Jury nicht eingriff, fehlten Feurstein am Ende zwei Punkte auf den Sieger (30 zu 32). Tobias Nolde wurde mit neun Punkten Vierter, Dominik Amann belegte Rang neun und wurde Siebenter in der ÖM-Wertung.
Für das Team Vorarlberg geht es ohne Pause weiter. Bereits ab Mittwoch wartet mit der Griechenland-Rundfahrt die nächste große Herausforderung. Über fünf Etappen und insgesamt 863 Kilometer misst sich das Team mit insgesamt elf weiteren Continental-Mannschaften. Die Vorarlberger zählen dabei zu den Konstanten der Rundfahrt und waren im Vorjahr als drittbestes Team erfolgreich. Mit Colin Stüssi und Jannis Peter sorgten damals zwei Fahrer für Top-Ten-Platzierungen in der Gesamtwertung.
Mit der aktuellen Form und der breiten mannschaftlichen Geschlossenheit reist das Team Vorarlberg auch heuer mit berechtigten Ambitionen nach Hellas.