Vor Debüt als Rotenberg-Interimscoach

Nach Trainer-Trennung trifft Rotenberg mit Manfred Eisbacher auf der Bank auf formstarke Göfner.
Lingenau Der 20. Spieltag der VOL.AT-Eliteliga bringt Spannung im Tabellenkeller: Der FC Rotenberg gastiert am Samstag (16 Uhr) beim SC Göfis – und das unter besonderen Vorzeichen. Nur wenige Tage nach der überraschenden, sofortigen Trennung von Trainer Klaus Nussbaumer übernehmen mit Manfred “Mandy” Eisbacher und Marcel Maldoner zwei interne Lösungen das Kommando bei den Wäldern.

Für Eisbacher ist es dabei mehr als nur ein kurzfristiges Engagement. “Ich mache nur einen Freundschaftsdienst und will Rotenberg in dieser Endphase der Saison helfen”, sagte er. Der ehemalige Spielertrainer des FC Langenegg kennt Verein und Umfeld bestens und soll nun Stabilität zu einem wichtigen Zeitpunkt bringen. Rotenberg liegt mit 23 Punkten auf Rang zehn und hat sich zuletzt mit drei Siegen und einem Remis unter Nussbaumer etwas Luft verschafft, doch die Abstiegsgefahr ist noch längst nicht gebannt. Genau hier setzt Eisbacher an – der Aufwärtstrend soll fortgeführt werden, auch wenn die Aufgabe alles andere als einfach ist. Denn mit Göfis wartet eine Mannschaft, die im Frühjahr noch ungeschlagen ist.

Drei Siege und drei Remis sprechen eine deutliche Sprache, die Elf von Müslüm Atav hat sich aus schwierigen Phasen herausgearbeitet und präsentiert sich aktuell kompakt und selbstbewusst. Göfis ist im eigenen Stadion ein unangenehmer Gegner, während Rotenberg auswärts Konstanz vermissen ließ. Die Planungen für die kommende Saison laufen bei den Eliteligavereinen auf Hochtouren. Bei mehreren Klubs wurden bereits Weichen gestellt: So verlängerten Klaus Stocker in Ludesch und Oliver Schnellrieder bei BW Feldkirch ihre Verträge jeweils um ein weiteres Jahr. Offen ist hingegen die Zukunft von Herwig Klocker bei Admira Dornbirn – ob der Langzeitcoach in seine bereits 17. Saison geht, ist noch unklar. All das zeigt: Die Liga befindet sich in einer Phase der Entscheidungen – sportlich wie strukturell. Für Rotenberg zählt jedoch im Moment nur eines: Punkte holen, um sich endgültig aus dem Tabellenkeller zu befreien. Für Göfis geht es darum, die starke Frühjahrsserie weiter auszubauen. Es ist ein Duell zweier Mannschaften mit unterschiedlichen Ausgangslagen, aber einem gemeinsamen Ziel – den nächsten Schritt in Richtung Sicherheit zu machen. VN-TK