Nicht immer lacht das Rennfahrerherz

Sport / 11.05.2026 • 16:05 Uhr
Nicht immer lacht das Rennfahrerherz

Beim Hockenheim-Historic-Rennen gab es für die Vorarlberger Motorsportler unterschiedliche Erfahrungen.

Schwarzach Am letzten Wochenende wurde das legendäre ADAC Hockenheim Historic, “Das Jim Clark Revival”, zu Ehren des großartigen Piloten und zweifachen Formel-1-Weltmeisters Jim Clark, der hier 1968 tödlich verunglückte, durchgeführt. Mit dabei auch drei Vorarlberger Piloten.

ADAC Hockenheim Historic
Christian Klien. Noger

Die Veranstaltung bietet historischen, aber auch modernen Rennsport und wurde von über 45.000 Motorsportfans besucht.

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Debüt verlief durchwachsen

Ein durchwachsenes Debüterlebnis erlebte Ex-Formel-1-Fahrer Christian Klien. Der 43-jährige Hohenemser startete erstmals in der “Velom Watches Supercup by Interwetten SCC”-Serie im Team von Pedrazza in einem Sport-Prototypen. Im morgendlichen Qualifying zu Lauf eins war er mit Platz zwei schon mal in der ersten Reihe, neben dem mehrfachen Meister der Serie Marco Fink aus dem Allgäu. Auch beim Start war Fink im Nova Proto mit einem V8-BMW-Aggregat gleich in Front, dicht gefolgt von Klien. Aber schon in Kurve zwei war es für Klien nicht mehr möglich, die Gänge zu wechseln. Später wurde ein Fehler in der elektronischen Synchronisation diagnostiziert. Doch es kam noch schlimmer: Im Zeittraining zu Lauf zwei schaffte Klien in dem PRC WPR 66, der von einem 3,5-Liter-V8-Ford-Cosworth angetrieben wird, zwar noch Rang zwei, doch das Triebwerk mit ca. 600 PS zeigte Schwächen, die vor Ort nicht behoben werden konnten.

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“Es ist wirklich schade, wir waren gerade nach den Testfahrten Ende April hier sehr zuversichtlich, es lief alles problemlos und auch das freie Training stimmte mich zuversichtlich. Aber so ist es im Motorsport, das kenne ich. Es läuft nicht immer wie gewünscht. Und wenn die Technik versagt, ist Schluss”Karriere, dass es auch mal nicht so läuft wie gewünscht und die Technik versagt“, blieb Klien gelassen.

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Baumeister Markus Reich (56) aus Au startet schon viele Jahre in der Tourenwagen-Serie “Golden Ära”. Er fährt einen Audi A4 aus 1996, der früher in der “Super-Tourenwagen”-Serie von Emanuel Pirro recht erfolgreich gelenkt wurde. Reich zeigte in der Klasse Division 2 STW bis 2000 ccm auf und musste sich nur Michael Kammermann in dessen BMW E36 geschlagen geben. Rang zwei war der Lohn für ein starkes Rennen. Der Zweikampf beider setzte sich im Sonntagsrennen fort, allerdings mit negativen Folgen. So verbremste sich der Auer in einer Spitzkehre und traf den BMW auf der Beifahrerseite. Damit war das zweite Rennen gelaufen und ein beschädigter Tourenwagen musste für den Heimtransport eingeladen werden.

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Roland Rupprechter in der BOSS GP sehr zufrieden
Roland Rupprechter in der BOSS GP sehr zufrieden
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In der BOSS-GP-Serie ist mit dem Harder Roland Rupprechter (59) ein spätes Talent am Lenkrad, der als Amateur immer wieder in die vorderen Ränge der Ergebnislisten fährt. Im Rennen eins wurde er nach einem Ausfall der Hydraulik aufgrund der zurückgelegten Distanz noch auf Platz sieben in der Formel-2-Klasse gereiht. Für Sonntag hatte sein Team R&B Wealth Management, das von Leidinger Rennsport-Technik aus Wels betreut wird, die Hydraulikprobleme behoben. Somit war für das Rennen alles angerichtet. Am Ende schaffte Rupprechter den erhofften sechsten Rang im stark umkämpften Feld mit 20 Autos. “Ich konnte hier meine persönliche Bestzeit fahren und wenn ich so die Rundenzeiten anschaue, waren wir die schnellsten Fahrzeuge an diesem Wochenende. Das zeigt, wie wettbewerbsfähig die Boss-GP-Serie ist”, so Rupprechter.

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