Vergangenheit und Zukunft

Der 19. Mai 2006 hat einen sehr besonderen Stellenwert in der nunmehr fast hundertjährigen Clubgeschichte des SCR Altach. Denn vor 20 Jahren wurde im Schnabelholz mit dem ersten Bundesliga-Aufstieg Vorarlberger Fußballgeschichte geschrieben. Nach Bregenz, nach Dornbirn, nach Lustenau – erstmals schaffte damals der Club aus dem Rheindorf der Sprung in die Spitze des österreichischen Fußballs. Noch heute erinnern sich viele an das Entscheidungsspiel gegen die Lustenauer Austria (1:0). Und an die Geschichte mit der Münze von Oliver Schnellrieder im Schienbeinschoner von Siegtorschütze Harald Unverdorben.
Der Blick zurück ist zugleich das Zeugnis des Aufstiegs eines Dorfclubs zu einem wichtigen Teil der österreichischen Bundesliga. 7500 Fans bevölkerten 2006 das Schnabelholz. Stahlrohrtribünen und Behelfsmittel sorgten damals für eine Stadion-Atmosphäre. 2026 strömten rund 85.000 Besucher:innen in das über viele Jahre adaptierte Oval. All das ist ein sichtbarer Beweis dafür, welchen Stellenwert Altach in der rot-weiß-roten Fußball-Landschaft einnimmt.
Die Zahlen sind ein Auftrag, die sportlichen Weichen im Sinne der Kontinuität zu stellen. Wichtige Verhandlungen stehen an. Möglicherweise hätten Gespräche im Winter zu rascheren und aus Sicht des Clubs günstigeren Verlängerungen geführt. All das sind Spekulationen vor einer Sommer-Transferperiode, die in Österreich am 7. September schließt. Klar ist: Es braucht neue Stürmer, es braucht positive Gesprächsabschlüsse mit der aktuellen Mannschafts-Achse. 20 Jahre nach dem ersten BL-Aufstieg geht es für Altach längst nicht mehr nur ums Überleben, sondern darum, den eigenen Anspruch sportlich zu bestätigen.