Trainerkarussell dreht sich: Auch Austria Lustenau II tauscht den Coach

Fünf von 14 VOL.AT-Eliteliga-Clubs wechselten während der Saison den Coach.
Lustenau Die VOL.AT-Eliteliga erlebt in ihrer siebten Saison ein Novum – und zwar kein erfreuliches. Noch nie seit Einführung der höchsten Amateurspielklasse des Landes hat es während einer laufenden Meisterschaft so viele Trainerwechsel gegeben. Mittlerweile haben fast 50 Prozent der 14 Vereine nicht mehr denselben Coach an der Seitenlinie wie noch zum Saisonstart. Jüngstes Beispiel ist Austria Lustenau II: Die Grün-Weißen trennten sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Momo Gerdi und Co-Trainer Gabriel Cristea. Dabei wäre Gerdi nach Saisonende ohnehin nicht mehr Chefcoach der Fohlentruppe gewesen. Die Trennung erfolgte nun jedoch früher als ursprünglich geplant.

Gerdi prägte die zweite Mannschaft der Austria in den vergangenen vier Jahren entscheidend. Unter seiner Führung schafften die Lustenauer den Aufstieg in die Eliteliga und entwickelten sich zu einer der interessantesten Talentschmieden im Vorarlberger Fußball. Zahlreiche blutjunge Spieler konnten sich unter Gerdi in den Fokus spielen und gelten mittlerweile als begehrte Zukunftshoffnungen. Trotz der schwierigen Saison liegt Austria Lustenau II fünf Spieltage vor Schluss auf Rang acht der Tabelle und damit im gesicherten Mittelfeld.

Bis zum Ende der laufenden Meisterschaft übernimmt nun Dalibor Milicevic das Traineramt. Für den 47-Jährigen ist es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte: Bereits von 2011 bis 2014 betreute er die zweite Mannschaft der Austria.

Die Trennung bei Austria Lustenau II reiht sich in eine bemerkenswerte Entwicklung innerhalb der Liga ein. Bereits zuvor kam es bei mehreren Vereinen zu Veränderungen auf der Trainerbank. Rotenberg trennte sich einvernehmlich mit Klaus Nussbaumer, interimistisch übernahm Mandy Eisbacher das Kommando. Göfis tauschte den Coach: Dort wurde Max Knuth ersetzt, künftig soll Müslüm Atav für die nächsten zwei Jahre die sportlichen Geschicke leiten. Atav wiederum hinterließ in Ludesch eine offene Stelle, die mittlerweile von Klaus Stocker besetzt wurde. Bereits seit dem Frühjahr gibt es zudem beim FC Egg einen neuen Mann an der Seitenlinie. Dort steht nun Joachim Baur statt Rene Fink in der Verantwortung.

Während einige Clubs auf neue Impulse hoffen, zeigt sich gleichzeitig, wie groß der sportliche Druck mittlerweile auch im Ländle- Amateurfußball geworden ist. VN-TK



