Bekannte Größen unter den Auserwählten

Katharina Liensberger, Jonas Müller und Rodel-Duo Steu/Kindl bei Sportlerwahl 2025 top.
Bregenz Ob auf der Skipiste, im Eiskanal, auf dem Snowboard oder der Sprungschanze: Vorarlbergs Sportlerinnen und Sportler sorgten auch 2025 für zahlreiche sportliche Höhepunkte. Entsprechend deutlich fiel das Ergebnis der bereits zum 35. Mal durchgeführten Sportlerwahl des Landes aus. Seit der Premiere im Jahr 1991 gilt sie als wichtiger Gradmesser für die Leistungen der heimischen Athletinnen und Athleten. Bei der diesjährigen Ausgabe standen einmal mehr die Wintersportler im Mittelpunkt.

Vierter Award für Slalom-Ass
Bei den Frauen setzte sich Katharina Liensberger durch und sicherte sich bereits zum vierten Mal die begehrte Auszeichnung. Nach ihren Erfolgen in den Jahren 2012, 2018 und 2022 durfte die 29-jährige Göfnerin erneut die Siegertrophäe entgegennehmen. Mit 112 Punkten verwies die Slalomspezialistin die Skispringerin Eva Pinkelnig um sieben Zähler auf Rang zwei.

Vorarlbergs Skisprung-Ikone hatte die Wahl in den vergangenen beiden Jahren für sich entschieden und hält nun ebenso wie Liensberger bei vier Gesamtsiegen. Damit fehlen beiden Athletinnen nur noch ein Erfolg auf Rekordhalterin Tamira Paszek, die bislang fünf Titel sammeln konnte. Den dritten Platz belegte mit 79 Punkten Magdalena Egger. Für die 25-jährige Lecherin war es nach 2022 bereits die zweite Bronzemedaille bei der Sportlerwahl.

Auch bei den Männern führte kein Weg an den Wintersportlern vorbei. Sämtliche Podestplätze gingen an Vertreter der kalten Jahreszeit. Der letzte Nicht-Wintersportler unter den Top drei war Handball-Profi Robert Weber im Jahr 2018. Seitdem bestimmen Namen wie Alessandro Hämmerle, Johannes Strolz, Marco Rossi und Jonas Müller die Jahreswertung.

Kopf-an-Kopf-Duell
Zum zweiten Mal nach 2023 durfte sich dabei Rennrodler Jonas Müller über den ersten Platz freuen. Der 28-jährige Bludenzer, der erst vor wenigen Tagen das Ende seiner aktiven Karriere bekannt gegeben hatte, gewann die Wahl mit 106 Punkten denkbar knapp vor Eishockey-Ass Marco Rossi. Lediglich zwei Zähler trennten die beiden Spitzensportler. Rossi, der die Wahl im Vorjahr erstmals gewonnen hatte, musste sich diesmal mit Rang zwei begnügen.

Auf Platz drei landete Snowboardcrosser Alessandro Hämmerle mit 88 Punkten. Der Doppelolympiasieger bleibt mit insgesamt fünf Erfolgen weiterhin alleiniger Rekordhalter bei den Männern.
Bemerkenswert ist zudem ein Blick in die Statistik. Sowohl bei den Frauen im Jahr 2022 als auch bei den Männern 2023 belegten exakt dieselben Athletinnen beziehungsweise Athleten in identischer Reihenfolge die ersten drei Plätze wie bei der aktuellen Wahl.

In der Kategorie Mannschaft des Jahres ging der Sieg an die Rennrodler Thomas Steu und Wolfgang Kindl. Das Duo trat die Nachfolge von Seglerin Lara Vadlau und Vorschoter Lukas Mähr an. Für den 32-jährigen Bludenzer Steu war es bereits der vierte Triumph bei der Sportlerwahl. Zwischen 2020 und 2022 hatte er gemeinsam mit seinem damaligen Partner Lorenz Koller jeweils den ersten Platz belegt. Nun gelang ihm der Sprung an die Spitze erstmals mit dem Tiroler Kindl.

Mit 49 Punkten setzten sich Steu und Kindl vor den Radballern Patrick Schnetzer und Stefan Feurstein durch. Das Duo aus Höchst belegte mit 34 Punkten Rang zwei. Bronze ging durch Yannick Müller und Armin Frauscher ebenfalls ins Lager der Rodler, die lediglich einen Zähler hinter Schnetzer und Feurstein landeten.
Während Steu seinen vierten Erfolg feiern durfte, bleibt Bregenz Handball die unangefochtene Nummer eins in der ewigen Bestenliste der Mannschaften. Insgesamt zehnmal ging die Auszeichnung an die Bregenzer. Dahinter folgen die VEU Feldkirch mit sechs sowie der SCR Altach mit vier Erfolgen. Die Altacher mussten sich diesmal mit Rang vier zufriedengeben.

Für eine weitere bemerkenswerte Statistik sorgte der 32-jährige Patrick Schnetzer. Der mit je acht WM- und EM-Titeln und neun Weltcup-Gesamtsiegen erfolgreichste Radballer der Gegenwart, der erst am vergangenen Wochenende EM-Gold gewann, scheint mit drei verschiedenen Partnern in der ewigen Bestenliste auf. Gemeinsam mit Markus Bröll sammelte er sieben Top-3-Platzierungen (1/3/3), mit Dietmar Schneider gewann er 2011 die Wahl. Mit Stefan Feurstein gelang nach Bronze im Jahr 2022 nun der Sprung auf den zweiten Platz.
Ehrung erstmals im Landhaus
Im Rahmen der Ehrung, die aus Kostengründen erstmals nicht im Montforthaus Feldkirch oder im Festspielhaus Bregenz, sondern im Montfortsaal des Landhauses stattfand, wurden auch die Sieger in den Kategorien Paralympics und Special Olympics ausgezeichnet.

Dabei setzte sich Rollstuhltennisspieler Maximilian Taucher bereits zum vierten Mal in Folge durch. Der 18-jährige Hohenemser gewann seit 2022 jede Wahl in seiner Kategorie.

Bei den Special Olympics verteidigte Skifahrerin Jasmin Heim ihren Titel aus dem Vorjahr. Die 25-jährige Schnepfauerin war erstmals 2024 zur Siegerin gewählt worden und durfte sich jetzt über ihre zweite Auszeichnung freuen.