Ultra-Leicht-Biere oder der volle Geschmack

Sport / 08.06.2026 • 14:47 Uhr
Fußball WM
Sehr beliebt, das mit dem unaussprechlichen Namen “Yuengling”.

Auf das müssen sich Fußball-WM-Fans in den USA in Sachen Biergeschmack einstellen.

Houston Die WM steht vor der Tür, und passend dazu starten die VN eine Serie an Empfehlungen und Tipps für fußballbegeisterte Landsleute, die das rot-weiß-rote Nationalteam vor Ort anfeuern werden. Den Auftakt widmen wir etwas, das bei keinem spannenden Fußballspiel auf den Zuschauerrängen fehlen darf: ein gutes Bier. Und das ist für die Vorarlbergerin bzw. den Vorarlberger “Religion”.

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Die gute Nachricht? Wer in den USA nach schmackhaften Bieren sucht, wird, entgegen ihres oft schlechten Rufs, positiv überrascht werden: Es gibt eine Vielzahl an Marken und Brauereien, die ihr Handwerk durchaus verstehen und bei denen das Bier nicht “nach Wasser” schmeckt. Aber vorweg: Sämtliche “Light”-Biere, also Bud Light, Michelob Ultra, Miller Light und Busch Light, liegen geschmacklich näher beim sauren Radler, denn das “Light” bezieht sich weniger auf den Alkoholgehalt – dieser liegt oft bei vier Prozent –, sondern auf den leichteren Geschmack. Hier wird es also tatsächlich “wässrig”, gleichzeitig sollten Autofahrer den Alkoholgehalt nicht unterschätzen. Wer ein süffiges, für österreichische Verhältnisse eher leichtes Bier probieren will, sollte auf die gängigen Marken Budweiser, Coors und Busch zurückgreifen. Unter den drei Marken erscheint Busch noch am vollmundigsten.

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Für ein kraftvolles Erlebnis, ähnlich einem Mohren Spezial, empfehlen wir Yuengling Lager und Shiner Lager. Damit zählen beide Biere zu unseren Top-Empfehlungen. Achtung: Das “Yuengling Flight” ist wiederum die Light-Version, also lieber gezielt nach dem “Yuengling Lager” fragen. Yuengling mag ausgesprochen zwar eher ostasiatisch klingen, wurde aber 1829 in Pennsylvania von deutschen Einwanderern gegründet, was den Familienbetrieb zur ältesten noch aktiven Brauerei der USA macht.

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Das Bier aus Texas: Shiner Lager. shiner

Die Marke Shiner wird nahe San Antonio, Texas, gebraut und gehört zur Gambrinus Company, die auch das Salzburger Trumer für den US-Markt produziert, allerdings in Kalifornien. Hier waren es bayerische und tschechische Einwanderer, die um die Jahrhundertwende die Brauerei gründeten. Ebenso weit verbreitet und den österreichischen Bieren nicht unähnlich ist das Sam Adams Boston Lager. Gebraut in Boston, Massachusetts, und benannt nach einem der Gründerväter der USA, erwartet den Trinker ein leicht karamellschmeckendes, brotiges Bier.

Friends enjoying draft beer at pub

Wer es, passend zu den sommerlichen Temperaturen bei der WM, lieber etwas fruchtig hat, dem sei ein Blue Moon Belgian White empfohlen, das mit fruchtigen Orangennoten punktet und oft mit einer Orangenscheibe serviert wird. Allgemein kann man in Texas viele Biere “served dressed”, also mit Limette und gesalzenem Rand serviert, bestellen.

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In den Stadien selbst werden aufgrund der Sponsorenabkommen mit der Fifa wohl eher Michelob Ultra, Bud Light und Stella Artois ausgeschenkt werden, jedoch dürften in Dallas zumindest Shiner Lager sowie in San Francisco Sam Adams und Blue Moon erhältlich sein. Auch wenn in den Stadien nicht alle Marken zum Genuss angeboten werden, bieten die meisten Restaurants und Bars eine große Auswahl. In den USA ist es Usus, möglichst viele Zapfhähne anzubieten, so sollte sich für nahezu jeden Geschmack die passende Erfrischung finden.

Ultra-Leicht-Biere oder der volle Geschmack

Manuel Lutz ist ein in den USA ansässiger, österreichischer Journalist und Videograf. Er befasst sich insbesondere mit den Themen Sport, Geschichte und Kultur mit Fokus auf österreichisch-amerikanische Perspektiven und Verbindungen.