Hohenems bejubelt das Double

Emser gewinnen die 50. Auflage des Uniqa-VFV-Cups mit 3:1 und feiern den achten Titel der Vereinsgeschichte.
Hohenems Der VfB Hohenems hat die Jubiläumsauflage des Uniqa-VFV-Cups gewonnen und sich damit zum achten Mal in der Vereinsgeschichte zum Cupsieger gekrönt. Die Emser besiegten im Herrenriedstadion den FC Dornbirn vor 1580 Zuschauern mit 3:1 (2:1) und schafften nach dem Gewinn der Vorarlberger Amateurmeisterschaft nun das Double.
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Matchwinner war zunächst der erst 16-jährige Noel Gunz, der unmittelbar vor der Pause zur Führung traf. Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit Luka Ancevski, der die letzten Hoffnungen der Rothosen beendete und den historischen Triumph endgültig besiegelte.

50. Uniqa-VFV-Cup-Finale
Finale
FC Mohren Dornbirn – VfB Hohenems 1:3 (1:2)
Hohenems, Stadion Herrenried, 1580 Zuschauer, SR Martin Dichtl
Torfolge: 21. 1:0 Enes Koc, 35. 1:1 Carlos Berlinger, 45. 1:2 Noel Gunz, 86. 1:3 Luka Ancevski
FC Mohren Dornbirn (4-2-3-1) Schulz; Mandl, Brzaj, Suleiman (75. Mihajlovic), Karaaslan (90. Zoppel); Makovec, Koc; Crescenti, Wießmeier (46. Kovacs), Nicolai Bösch; Herbaly
VfB Hohenems (4-2-3-1) Eres; Berlinger, Wolfgang (77. Marold), Weissenhofer, Vater; Heimböck (73. Ganahl), Gunz (88. Pernstich); Ancevski (88. Belhaj), Nagler, Ünal; Tripp (73. Gassner)


Neben dem Pokal durfte sich der neue Titelträger auch über einen Siegerscheck in Höhe von 3500 Euro freuen. Dornbirn erhielt als Finalverlierer 2000 Euro. Damit zog der VfB mit Rekordsieger Dornbirn gleich, der bislang allein an der Spitze der ewigen Bestenliste gestanden war.

In der 21. Minute setzte sich Dornbirns Bester Enes Koc gegen Luca Vater durch, zog über die Außenbahn in Richtung Strafraum und ließ Hohenems-Torhüter Florian Eres mit einem platzierten Flachschuss keine Abwehrchance.

Hohenems wirkte vom Rückstand keineswegs geschockt und fand zunehmend besser in die Partie. Die Mannschaft von Werner Grabherr übernahm nun mehr Spielanteile und setzte die Dornbirner Defensive immer wieder unter Druck. In der 35. Minute gelang schließlich der verdiente Ausgleich. Ausgerechnet Carlos Berlinger, der im Sommer zum FC Dornbirn wechseln wird, stand nach einer Verunsicherung in der Dornbirner Hintermannschaft am Fünfmeterraum goldrichtig und traf zum 1:1. Die Emser blieben nun am Drücker und hätten die Partie bereits wenig später komplett drehen können. In der 40. Minute traf Mert Can Ünal allerdings nur den linken Außenpfosten.

Kurz vor der Pause folgte dann der große Moment von Noel Gunz. Der 16-jährige Mittelfeldspieler, der in dieser Saison zu den größten Entdeckungen im Vorarlberger Amateurfußball zählt, nahm den Ball an der Strafraumgrenze direkt und jagte ihn mit einer traumhaften Direktabnahme ins kurze Eck.

Für Gunz war es der vorläufige Höhepunkt einer beeindruckenden Saison. Das Ausnahmetalent entwickelte sich im Verlauf der Meisterschaft zum Senkrechtstarter beim VfB.

Die einzige wirklich nennenswerte Möglichkeit der Dornbirner in Hälfte zwei hatte Torschütze Enes Koc. Sein gefährlicher Aufsitzer aus rund 25 Metern hätte beinahe den Ausgleich gebracht, doch Hohenems-Goalie Florian Eres reagierte glänzend und entschärfte den Ball in höchster Not. Auf der Gegenseite hätte der VfB die Entscheidung früher herbeiführen können. Liam Tripp vergab die große Chance zum 3:1 (72.). Seine hundertprozentige Möglichkeit wurde in letzter Sekunde von Dornbirn-Verteidiger Ben Brzaj auf der Linie vereitelt und verhinderte damit den vorzeitigen K. o. für die Rothosen.

Das Tor von Luka Ancevski zum 3:1 in der 86. Minute beseitigte die letzten Zweifel am Sieger und löste auf den Rängen endgültig Jubelstürme aus. Mit dem Schlusspfiff kannte der Jubel im Herrenried keine Grenzen. VN-TK

Alle Stimmen
Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte lange Zeit beherrscht, die Führung war verdient mit vielen guten Aktionen. Zwei Gegentreffer nach Standards dürfen uns nicht passieren, Hohenems hat unsere Eigenfehler leider ausgenützt. Schade, aber es war einfach auch zu wenig, um den neunten Titel zu holen. Heinz Fuchsbichler, Trainer FC Mohren Dornbirn
Die knochenharte Arbeit in der Vergangenheit hat sich nun bezahlt gemacht. Unser dreijähriges Konzept trägt mit dem Double erste Früchte. Ein großartiger sportlicher Erfolg für Hohenems. Alle im Verein haben ihre Aufgaben bestens erledigt. Johannes Klammer, VfB-Sportchef

Viel besser hätte der Abschied von Hohenems nicht ausfallen können. Bester Spieler des Finals zu sein bedeutet mir viel, zudem haben wir einen Rückstand umgedreht. Solche Glücksmomente im Herrenried noch zum Abschluss erleben zu dürfen, ist einfach wunderschön. Carlos Berlinger, Spieler VfB Hohenems
Bei den entscheidenden Momenten wurden unsere zwei Saisonziele mit Bravour umgesetzt. Der Cupsieg ist hochverdient. Meine Mannschaft hat sich mit viel mehr Mut, Selbstbewusstsein und Siegeswillen präsentiert. Ich bin stolz auf mein Team, weil wir trotz des Rückstands immer Herr der Lage waren. Werner Grabherr, Trainer VfB Hohenems
