Lochau im Regionalliga-Himmel

Eine Woche vor der Jubiläumsfeier gelingt Lochau der größte Erfolg der Clubgeschichte.
Lochau Eine Woche vor den Feierlichkeiten zum 80-jährigen Vereinsbestehen hat der SV Lochau bereits den schönsten Grund zum Feiern geliefert. Mit einem souveränen 3:0-Heimsieg gegen Admira Dornbirn sicherten sich die Leiblachtaler am letzten Spieltag der VOL.AT-Eliteliga den Aufstieg in die Regionalliga West und damit den größten Erfolg in der Geschichte des Vereins. Erstmals in acht Jahrzehnten wird der SV Lochau ab Sommer in der dritthöchsten österreichischen Spielklasse antreten.
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Vor 700 Zuschauern im Stadion Hoferfeld ließ die Mannschaft von Trainer Metin Batir und Co-Trainer Andreas Simma im entscheidenden Duell um eines der begehrten Westliga-Tickets keinen Zweifel daran aufkommen, wer den Sprung nach oben verdient hat. Schon nach vier Minuten brachte Robin Lhotzky die Hausherren mit einem wuchtigen Kopfball auf die Siegerstraße. Nach dem Seitenwechsel sorgte Benjamin Kaufmann mit einem sehenswerten Freistoßtreffer für die Vorentscheidung. Als Torjäger Tarkan Parlak in der 78. Minute zum 3:0-Endstand traf, kannte der Jubel auf den Rängen keine Grenzen mehr.
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Dass der Vizemeistertitel wie eine Meisterschaft bejubelt wurde, kam nicht von ungefähr. Der Aufstieg ist die Krönung einer außergewöhnlichen Saison und insbesondere einer herausragenden Rückrunde. Mit 31 Punkten stellte der SV Lochau die beste Frühjahrsmannschaft der Liga. Noch beeindruckender ist jedoch ein Blick auf das Prunkstück der Mannschaft: die Defensive. Lediglich 29 Gegentreffer kassierten die Leiblachtaler in 26 Meisterschaftsspielen – Bestwert der gesamten Liga. Torhüter Sandro Eichhübl blieb dabei in zwölf Begegnungen sogar ohne Gegentor und war damit einer der entscheidenden Garanten für den Erfolg.


Die Heimstärke spielte eine Rolle. Neun Siege im eigenen Stadion bedeuteten am Ende die zweitbeste Bilanz der Eliteliga. Erst im vierten Jahr nach dem Aufstieg in die Eliteliga gelang dem Verein der nächste große Schritt.


Für die kommende Herausforderung bringt Lochau bereits einiges an Erfahrung mit. Benjamin Kaufmann, Kevin Prantl, Tarkan Parlak und Maurice Mathis kennen die Regionalliga West ebenso wie die Neuzugänge Lukas Kusche, Bojan Avramovic und Danijel Gasovic, die zusätzliche Qualität in den Kader bringen sollen.


Entsprechend groß war die Erleichterung nach dem Schlusspfiff bei Trainer Metin Batir. “Unglaublich. Wir haben im Frühjahr kaum eine Startelf zusammenbekommen. Die extreme Mannschaftsleistung im Frühjahr war Wahnsinn und einfach megastark. Jeder hat für jeden alles gegeben”, sagte der Aufstiegstrainer. Mit Blick auf die kommende Saison ergänzt Batir: “Hoffentlich bleiben wir in der Westliga von Verletzungen verschont. Mit dem neuen Trio kommt schon noch große Qualität dazu. Wir sind für die neue sportliche Herausforderung bereit. Der Klassenerhalt ist logisch das erklärte Ziel. Es ist für den Verein und die Mannschaft komplett etwas Neues und etwas ganz Besonderes.” VN-TK
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