Überraschendes Aus: Ellensohn und DSV gehen getrennte Wege

Trotz Vertragsverlängerung endet die zweite Amtszeit mit sofortiger Wirkung.
Dornbirn Die zweite Ära von Roman Ellensohn beim Dornbirner SV ist überraschend zu Ende gegangen. Obwohl der Trainer seinen Vertrag erst vor wenigen Wochen verlängert hatte, wird er in der Saison 2026/27 nicht mehr an der Seitenlinie des VOL.AT-Eliteligisten stehen. Verein und Coach einigten sich auf eine Trennung, die im Vorarlberger Fußball für viel Verwunderung sorgt.

Dabei schien die Zusammenarbeit eigentlich auf einem stabilen Fundament zu stehen. Ellensohn hatte den DSV in seiner zweiten Amtszeit sportlich konsolidiert und führte die Dornbirner in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils auf den sechsten Tabellenrang der Eliteliga. Vor allem die Entwicklung junger Spieler galt als eines seiner zentralen Anliegen. Gemeinsam mit einer ausgewogenen Mischung aus Talenten und erfahrenen Kräften wollte der Trainer den eingeschlagenen Weg auch in Zukunft fortsetzen.

Umso überraschender kommt nun das Ende der Zusammenarbeit. Nach Informationen aus dem Vereinsumfeld spielten dabei mehrere Faktoren eine Rolle. Besonders ins Gewicht gefallen sein dürften die drei Ausschlüsse, die Ellensohn im Frühjahr kassierte. Die wiederholten Sperren sorgten intern offenbar für Diskussionen und trugen letztlich dazu bei, dass die ursprünglich geplante Fortsetzung der Zusammenarbeit nicht mehr zustande kam.

Für den DSV bedeutet die Trennung einen neuerlichen Neustart auf der Trainerposition. Die Verantwortlichen müssen nun einen Nachfolger finden, der den eingeschlagenen Kurs weiterführt und die zahlreichen jungen Spieler im Kader weiterentwickelt. Gerade dieser Weg wurde in den vergangenen Jahren bewusst verfolgt und soll auch künftig eine wichtige Rolle in der sportlichen Ausrichtung des Vereins spielen.
Für Ellensohn endet damit eine zweite Amtszeit, die trotz der überraschenden Trennung nicht ohne Erfolge blieb. Der ehemalige Coach hinterlässt eine Mannschaft, die sich in der Eliteliga etabliert hat. Wer künftig die sportliche Verantwortung übernehmen wird, ist derzeit noch offen. Unklar ist aktuell auch, ob Co-Trainer Radisa Vucenovic dem Verein erhalten bleibt oder gemeinsam mit Ellensohn seinen Abschied nimmt. Fest steht lediglich, dass beim DSV nach der Vertragsverlängerung vor wenigen Wochen wohl kaum jemand mit einem derart raschen Ende der Zusammenarbeit gerechnet hätte. VN-TK