Voss mit Zehnkampfrekord und Wirth mit WM-Limit

Vorarlbergs Mehrkämpfer feiern bei ÖLV-Titelkämpfen in Linz fünf Medaillen und starke Leistungen.
Linz Vorarlbergs Mehrkämpfer haben bei den österreichischen Meisterschaften im Zehnkampf eindrucksvoll aufgezeigt. Mit Gold für Niklas Voss, Silber für dessen jüngeren Bruder Mika Voss, dem U20-Titel samt WM-Limit für Lorenz Wirth sowie den Bronzemedaillen durch Garris Sebac-Henry (U20) und Linus Oblak (U18) durfte sich der Vorarlberger Leichtathletik Verband (VLV) über ein erfolgreiches Wochenende freuen.

Voss im Rekordlaune
An der Spitze stand einmal mehr Niklas Voss von der Sparkasse SG Götzis. Österreichs aktuell stärkster Zehnkämpfer legte bereits am ersten Wettkampftag den Grundstein für seinen dritten Staatsmeistertitel. Mit persönlicher Bestzeit über 100 Meter in 10,81 Sekunden, 7,13 Metern im Weitsprung, 11,74 Metern im Kugelstoßen, 1,91 Metern im Hochsprung und einer weiteren persönlichen Bestmarke über 400 Meter in 49,39 Sekunden sammelte der 25-Jährige bereits 3905 Punkte.


Am zweiten Tag setzte Voss seinen starken Auftritt fort. Über 110 Meter Hürden lief er 15,47 Sekunden, im Diskuswurf erzielte er 40,0 Meter, ehe er mit 4,70 Metern im Stabhochsprung eine weitere persönliche Bestmarke aufstellte. Nach 47,91 Metern im Speerwurf und 4:43,76 Minuten über 1500 Meter stand fest: Mit 7398 Punkten übertraf er seine bisherige Bestleistung um 279 Zähler und sicherte sich nach 2023 und 2024 seinen dritten Staatsmeistertitel.

Auch die Silbermedaille blieb in der Familie: Mika Voss zeigte einen konstant starken Wettkampf und behauptete sich im Duell um Rang zwei gegen den Wiener Jakob Hangen. Die Vorentscheidung fiel im Speerwurf, wo der Götzner mit 49,75 Metern die Tagesbestweite erzielte. Mit 6748 Punkten durfte sich der jüngere der Voss-Brüder über Silber freuen.
Nächster Vizemeistertitel für Schuler
Chiara-Belinda Schuler von der TS Hörbranz hat im Siebenkampf Silber gewonnen. Die 25-Jährige sammelte 5769 Punkte, blieb damit um 147 Zähler unter ihre Bestmarke und musste Sarah Lagger geschlagen geben, die mit 5950 Punkten und 181 Zähler Vorsprung ihren vierten Titel holte.

Schuler startete stark in den Mehrkampf: Über 100 Meter Hürden war sie in 13,71 die Schnellste. Im Hochsprung folgten 1,57, im Kugelstoßen 12,86 m. Auch über 200 Meter blieb sie mit 24,95 im Vorderfeld und hielt damit den Anschluss an die Spitze. Am zweiten Wettkampftag gelang Schuler der entscheidende Vorstoß. Mit 5,92 Metern zeigte sie den besten Weitsprung des Tages und schob sich auf Rang zwei der Gesamtwertung. Auch im Speerwurf blieb sie mit 45,60 Metern stabil. Vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf war der Kampf um die Podestplätze noch offen, doch Schuler hielt dem Druck stand. In 2:18,83 Minuten lief sie knapp an ihre persönliche Bestmarke heran und sicherte sich Silber. Bronze ging in der gemeinsamen Staatsmeisterschaftswertung an U23-Meisterin Christiane Krifka aus Wien.
Wirth mit Galavorstellung, Gold und WM-Limit
Für das sportliche Ausrufezeichen bei den Junioren sorgte Lorenz Wirth von der TS Lauterach. Der große Favorit dominierte die U20-Klasse von Beginn an und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Mehrere persönliche Bestleistungen, darunter über 400 Meter, im Hürdenlauf und über 1500 Meter, führten den Lauteracher zu 7134 Punkten. Damit stellte er nicht nur einen neuen VLV-U20-Rekord auf, sondern übertraf auch das Limit für die U20-WM in Eugene (USA) um 34 Punkte. Nach dem Hallen-Siebenkampf-Titel krönte sich Wirth damit auch zum österreichischen U20-Meister im Zehnkampf.

Komplettiert wurde die starke VLV-Bilanz durch zwei weitere Medaillen. Garris Sebac-Henry von der TS Lustenau sicherte sich mit 5609 Punkten Bronze in der U20-Klasse. In der U18-Wertung durfte sich Linus Oblak von der TS Lauterach über Bronze freuen. Mit 5983 Punkten rundete er ein Wochenende ab, das aus Vorarlberger Sicht kaum erfolgreicher hätte verlaufen können.


Dazu kommen Rang vier für Frido Stecher in der Elite und die siebten Plätze von Amy Salzgeber und Felix Kaufmann in der U-18-Klasse.


