Lampert meistert Reifenpoker in Thüringen

Sport / 17.06.2026 • 15:23 Uhr
Christoph Lampert im Element
Christoph Lampert im Element.Manfred Noger

Feldkircher erreicht beim traditionsreichen Glasbach-Bergrennen Rang sechs.

Bad Liebenstein Das Glasbach-Bergrennen im deutschen Bad Liebenstein wurde am Wochenende als Lauf zur FIA-Berg-Europameisterschaft ausgetragen, zählte aber auch zur österreichischen Automobil-Bergmeisterschaft. Zudem war es der einzige in Deutschland gefahrene EM-Lauf. Der Feldkircher Christoph Lampert reiste direkt vom Bergrennen in Ecce-Homo an die Strecke im Bundesland Thüringen. Mit der Strecke ist der 44-jährige Lampert bereits bestens vertraut, denn hier feierte er 2019 den Gesamtsieg. Diesmal unter ganz anderen Voraussetzungen als damals, als er im Regen seine Konkurrenz hinter sich ließ.

Christoph Lampert am Kurs wie in einer Bobbahn
Christoph Lampert am Kurs wie in einer Bobbahn.

Das Wetter zeigte sich diesmal wenig schmeichelhaft und kalt. Gerade im Training war es schwierig, das passende Set-up zu finden. Am zweiten Tag war es bei den beiden Rennläufen temperaturmäßig zwar besser, doch zeitweise nieselte es, und es kam zu sehr langen Unterbrechungen, weil die 5,3 Kilometer lange Strecke ihre Opfer forderte.

“Kein Reifenwechsel mehr möglich”

„Ich stand lange am Start, weil sich direkt vor mir ein Zwischenfall ereignet hatte. Es wurde immer später und die Strecke kühlte stark ab. Der Weg zurück ins Fahrerlager wäre zu lange gewesen, um noch die geeigneten Reifen für die veränderten Witterungsbedingungen aufzuziehen. Deshalb war die Reifenwahl nicht ganz optimal, als es für mich zum zweiten Rennlauf ging“, so Lampert.

Christoph Lampert mit Platz sechs zufrieden
Christoph Lampert war mit Platz sechs nicht unzufrieden.

Mit seinem Sportprototypen Nova Proto NP01, der von einem 1750-cm³-Honda-Turbomotor mit rund 540 PS angetrieben wird, war Lampert erneut bester Österreicher und nahm Rang sechs im Gesamtklassement ein.

In der österreichischen Bergwertung liegt er aktuell auf Platz fünf, auch weil einige Teilnehmer, die sich für die Europameisterschaft eingeschrieben haben, heuer ebenfalls um den österreichischen Titel kämpfen.

Nach zwei aufeinanderfolgenden Stationen wartet bereits kommenden Samstag der nächste Einsatz. Der Feldkircher startet vor heimischem Publikum beim Arlberg-Bergslalom in Stuben, dem dritten und vierten Lauf des 47. Internationalen Vorarlberger Dinovino Automobil Cup zählt. Manfred Noger