Spielberg bebt: Die Formel 1 sorgt wieder für Gänsehaut

Der Formel-1-Grand-Prix in der Steiermark verspricht Spannung, Geschichte und große Emotionen.
Spielberg Das kommende Wochenende steht ganz im Zeichen des „Formula 1 Lenovo Austrian Grand Prix“, der als achter Lauf zur Weltmeisterschaft auf dem Red Bull Ring vor einer traumhaften Kulisse ausgetragen wird. Eingebettet in die steirischen Hügel bietet die kurze Strecke schnelle Rundenzeiten und zahlreiche Überholmöglichkeiten.

Seit 2014 gastiert die Königsklasse des Motorsports nach längerer Unterbrechung wieder in der Steiermark und bleibt laut aktuellem Vertrag bis 2041 fixer Bestandteil des Grand-Prix-Kalenders.

<strong>WM-Leader Kimi Antonelli gab sein Debüt in Spielberg</span>
Die ersten sechs Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft waren fest in der Hand von Mercedes. Erst beim siebten Lauf in Barcelona stand mit Lewis Hamilton wieder ein altbekanntes Gesicht ganz oben auf dem Podest. Mit seinem Sieg im roten Ferrari SF26 lässt er die Tifosi erneut vom Weltmeistertitel träumen.

In der WM-Wertung führt jedoch weiterhin der Italiener Kimi Antonelli. Als bislang einziger Fahrer überhaupt gelang es ihm, fünf Grand Prix in Folge zu gewinnen. Der noch Teenager, der am 25. August seinen 20. Geburtstag feiert, reist mit einem Vorsprung von 41 Punkten als WM-Leader an den Red Bull Ring.

Mit Spielberg verbindet Antonelli eine ganz besondere Erinnerung. Nur drei Wochen nach seinem 15. Geburtstag gab er 2021 sein Debüt in der italienischen Formel-4-Meisterschaft und wurde bei seinem allerersten Autorennen bester Rookie.

Im April 2024 kehrte er im Alter von 17 Jahren an die Strecke zurück, um seinen ersten Test in einem Formel-1-Rennwagen von Mercedes zu absolvieren – mit dem Auto, das Lewis Hamilton 2021 gefahren war.

Doch auch andere Größen der Formel 1 feierten in der Steiermark ihre Premieren. Der bekannteste Name ist zweifellos Niki Lauda, der 1971 gemeinsam mit Helmut Marko sein Debüt gab. Lauda blieb auch der einzige österreichische Sieger eines Heim-Grand-Prix und gewann 1984 auf dem alten Österreichring. Im selben Jahr sicherte er sich zudem seinen dritten Weltmeistertitel – ein Höhepunkt der österreichischen Sportgeschichte.

Ebenfalls 1984 schaffte Gerhard Berger mit Unterstützung von BMW den Sprung in die Formel 1. Mit dem Wiener Jo Gartner stand sogar ein dritter Österreicher im Starterfeld.

Der Hohenemser Christian Klien (49 Stars zwischen 2004 bis 2010), bis heute der letzte österreichische Grand-Prix-Starter, kam hingegen nie bei einem Heimrennen zum Einsatz. Gleiches gilt für den Tiroler Karl Wendlinger (41 Starts zwischen 1991 bis 1997), da während ihrer aktiven Zeit kein Österreich-Grand-Prix ausgetragen wurde.

Auch heuer wird für die vielen Fans, die auch aus Vorarlberg anreisen, einiges geboten. Die Organisatoren haben ein ausgeklügeltes Verkehrskonzept entwickelt, das den Besuch des Grand Prix besonders stressfrei gestaltet. Ob mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Zielbahnhof Knittelfeld, per Shuttlebus oder mit dem Fahrrad – zahlreiche Optionen stehen zur Verfügung, um eine entspannte Anreise zu gewährleisten.

Ein besonderes Erlebnis erwartet die Liebhaber der alten Formel 1 am Samstag. In der Fanzone findet die Legendenparade unter dem Titel „GP Icons“ statt. Hier kehren große Namen der Motorsportgeschichte auf die Rennstrecke zurück. Zu den Teilnehmern zählen unter anderem Rubens Barrichello, der im berühmten Ferrari F2002 zu sehen sein wird, sowie Jean Alesi, der den legendären Staubsauger-Brabham steuert – jenes Fahrzeug, mit dem einst Niki Lauda den Schweden gewonnen hat. Diese Parade ist ein Muss für alle Fans, die die Faszination der klassischen Formel 1 hautnah erleben möchten. NOGER
