„Wir sind wieder dort, wo wir hingehören“

Sport / 25.06.2026 • 10:48 Uhr
Fußball
Gemeinsam für die Grün-Weißen: Fabian Gmeiner (links) und Matthias Maak im Interview über die kommende Bundesligasaison. Verein

Austrias Veteranen Maak (34) und Gmeiner (29) im Interview zum Bundesliga-Comeback.

Lustenau Fabian Gmeiner und Matthias Maak haben mit Lustenau viel mitgemacht. Der Aufstieg 2022, der Abstieg 2024, den Fast-Absturz in die Drittklassigkeit 2025 und nun den Wiederaufstieg 2026. Neben Goalie Domenik Schierl und Urgestein Pius Grabher sind sie das Grundgerüst einer Mannschaft, die ansonsten mit Talenten aus aller Welt gespickt ist. Wie sehen sie die Lage vor ihrer sechsten bzw. siebten Saison im Austria-Dress?

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Fabian Gmeiner und Matthias Maak beim Aufwärmen. gepa

Mit welchem Gefühl geht ihr in die neue Saison?

Maak: Mit einem guten. Es war eine relativ lange Pause. Die Vorfreude ist riesig.
Gmeiner: Endlich sind wir wieder dort, wo wir hingehören: in der Bundesliga. Das ist natürlich ein Riesenschritt mit ganz anderen Gegnern. Darauf freuen wir uns.

Wie ist der Eindruck von den Neuen?

Gmeiner: Viel kann man noch nicht sagen, aber vom ersten Eindruck sind das super Typen mit einer guten Einstellung. Jung und hungrig.
Maak: Es sind wieder einige neue Talente dabei – aber auch beim 34-jährigen Soares hat man gleich in der ersten Einheit gemerkt: Er ist noch hungrig, und es geht ihm noch um viel. Der will seine Karriere hier nicht ruhig ausklingen lassen. Der hat einen richtigen Ehrgeiz. So einer zieht natürlich die anderen mit.

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Letztes Jahr wärt ihr fast in die Regionalliga abgerutscht, jetzt seid ihr zurück in der Bundesliga. Verrückt, oder?

Gmeiner:Zum Glück sind wir nicht weiter abgestiegen, und es hat noch ins richtige Gleis geführt.
Maak: In der 2. Liga hätte keiner gedacht, dass wir hinten hineinrutschen. Das war ein solcher Abstiegsstrudel, in den man auch mit mehr Qualität reinkommen kann. Vielleicht hat mitgespielt: Für viele, die jetzt als Stammspieler gut performt haben, war es die erste Profisaison. Das hat etwas Zeit gebraucht und viel Nerven gekostet. Da war die letzte Saison vom Druck her viel leichter für uns.

Herr Maak, Sie haben Ihren Vertrag zu einem Zeitpunkt verlängert, als ihr noch in die Drittklassigkeit hättet abrutschen können.

Maak: Ich war der festen Überzeugung, dass wir da herauskommen.

Wie wichtig war dabei das neue Stadion?

Maak: Das hat schon einen großen Anteil und ist jetzt auch ein Gewinn für die Bundesliga.
Gmeiner: Die Zeit, als wir nach Bregenz ausweichen mussten, war sehr negativ für uns. Die Stimmung jetzt im Stadion, das pusht dich ein paar Prozent mehr.
Maak: Gerade in der 2. Liga, wo du auswärts manchmal vor nur 50 Zuschauern spielst, hat uns der Heimvorteil richtig viel geholfen. Die Fans haben ordentlich Betrieb gemacht, das ist nicht selbstverständlich, wenn du am Sonntagfrüh um 10:30 spielst oder Samstagnachmittag um 14:30 Uhr gegen die Sturm-Amateure. Umso größer ist die Vorfreude, wenn jetzt Rapid, LASK oder Sturm kommen.

Nicht zu vergessen die anstehenden Derbys gegen Altach.

Maak: Das werden wieder richtig coole Spiele.
Gmeiner: Das sind immer Highlights, und da knistert es unter den Fanlagern. Wenn es nicht übertrieben ist, passt es ja. Auch trifft man die gegnerischen Spieler immer irgendwo und zieht sich auf.

Wie seht ihr die Mannschaft jetzt im Vergleich zum Aufstieg 2022?

Gmeiner: Das ist schwer zu vergleichen.
Maak: Wir hatten mit Cham, Tabakovic, Teixeira, Baiye oder Hugonet verflucht gute Individualisten, die Spiele alleine entscheiden konnten. Den Aufstieg jetzt haben wir aber mehr über unser Kollektiv geschafft. Das ist der grundlegende Unterschied.

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Aufwärmen ist angesagt. gepa

Die Kooperation mit Clermont Sports Capital wurde nach vier Jahren beendet. Wie wird sich das langfristig auswirken?

Maak: Da bin ich schon gespannt. Weil wir doch vor allem zu Beginn der Kooperation immer Spieler aus Frankreich mit einer enormen Qualität bekommen haben. Unser Verein ist aber auch so gut aufgestellt.
Gmeiner: Für mich als Spieler schwer zu sagen. Sportlich haben sie natürlich gute Kicker mitgebracht. Sprachlich war es nicht immer so leicht, weil sie ja meistens nur Französisch und kaum Englisch gesprochen haben. Oft hat es ein wenig gedauert, bis sie sich eingespielt haben, aber dann waren sie richtig stark. chk