“Wir geben das Geld jetzt aber nicht eins zu eins aus”

Sport / 03.07.2026 • 19:56 Uhr
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Altachs Sportdirektor Philipp Netzer brachte mit dem Ouedraogo-Transfer einen Monster-Deal aus Vorarlberger Sicht über die Bühne. gepa

Altachs Sportdirektor Philipp Netzer ist hocherfreut über die Abwicklung des Ouedraogo-Transfers, bleibt aber klar am Boden.

Altach “Am Ende war es ein reibungsloser Transfer”, erklärt Altachs Sportdirektor Philipp Netzer kurz nach der Veröffentlichung des Rekordtransfers von Mohamed Ouedraogo zum französischen Traditionsverein Olympique Lyon.

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Olympique, das in der kommenden Spielzeit in der dritten Runde der Champions League-Qualifikation steht, weil man die letzte Saison auf dem vierten Platz abschloss, ließ nie Zweifel über den Transfer des Verteidigers aufkommen, wie auch Netzer bestätigt. “Momo hat uns erklärt, dass Lyons Trainer Paulo Fonseca große Stücke auf ihn hält und der Verein definitiv auf ihn bauen wird”, so Netzer, der begeistert war über die sehr professionelle Abwicklung des Geschäfts.

Signalwirkung

Dazu gesellt sich auch ein wenig Stolz, dass man einen Transfer in dieser Größenordnung über die Bühne bringen konnte. “Unbestritten. Den zum Einem ist Olympique Lyon in Europa eine große Nummer, zum anderen freut es uns sehr, dass wir zeigen konnten, auch Spieler hervorbringen können, die einen großen Karriereschritt machen”, gibt der Sportdirektor offen zu und hofft, “dass so ein Wechsel auch eine Signalwirkung für zukünftige Transfers in unsere Richtung haben kann. Vielleicht denkt sich der eine oder Spieler, oder Manager, dass ein Schritt nach Altach einer mit großen Auswirkungen sein kann”.

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Mohamed Ouedraogo bekam in Altach die nötige Zeit, um sich zu entwickeln. Jetzt hat er einen Riesenschritt in seiner Karriere gemacht. gepa

Wobei Netzer gleich wieder auf die Euphoriebremse tritt und im gleichen Atemzug erklärt, “dass es ja nicht immer gleich ein Wechsel zu einem Klub der Champions League sein muss. Aber es ist ein Zeichen, dass hier in Altach Spieler die Zeit bekommen sich zu entwickeln”.

Kein Transfer-Wahnsinn

Bezüglich des großen Geldflusses, 2,2 Millionen Euro überweisen die Franzosen, dazu kann mit Boni der Ablöse noch auf 2,8 Millionen Euro steigen, will und wird Netzer cool blieben. „Es ist jetzt sicher nicht so, dass wir das Geld eins zu eins wieder in den Markt zurückführen. Wir haben klar definiert, auf welchen Positionen wir uns verstärken wollen, und dabei unterstützt uns dieser Transfer natürlich“. Gleichzeitig gibt er zu bedenken, „dass angesichts sinkender TV-Erlöse und der gesamtwirtschaftlich herausfordernden Situation ein verantwortungsvoller Umgang mit den finanziellen Möglichkeiten wichtiger denn je ist. Wir wollen definitiv keinen Aktionismus betreiben, sondern die strategisch richtigen Entscheidungen für den SCR Altach treffen.“