“Ein Monument des österreichischen Sports”

Team-Vorarlberg-Manager Thomas Kofler über den Stellenwert der Tour of Austria.
Graz Die Tour of Austria feiert ihren 75. Geburtstag. Mittendrin statt nur dabei ist auch das Team Vorarlberg, das im Vorjahr sowohl organisatorisch mit der letzten Etappe und dem Zielort Feldkirch sowie sportlich – Emanuell Zangerle war “Aktivester Fahrer” der Tour und Zweiter der Bergwertung – glänzte. Für Sportdirektor Paul Renger sowie Teammanager Thomas Kofler begannen mit dem Galaabend im Startort Graz die intensiven Tage. Die VN unterhielt sich mit dem Duo vor der Abreise und beleuchtet erst den wirtschaftlichen und in weiterer Folge den sportlichen Aspekt der Traditions-Rundfahrt.
Weshalb ist die Tour of Austria für den Teammanager ein ganz wichtiger und fixer Bestandteil des Rennjahres?
Weil es für unsere Sponsoren und insgesamt für uns als Mannschaft sehr wichtig ist, hier Präsenz zu zeigen. Das mediale Echo rund um die Rundfahrt ist speziell in Österreich groß. Speziell in der Zeit, in der parallel dazu die Tour de France läuft, ist der Fokus auf den Radsport enorm. Wir als Team Vorarlberg sind seit 25 Jahren ein fixer Bestandteil der Tour, so lange wie kein anderes Team. Sportlich ist es für uns wichtig, da wir hier den Vergleich zu den World-Tour-Teams haben und sich unsere Fahrer zeigen können. Letztendlich ist es für uns doch ein Kampf “David gegen Goliath” – und hier haben wir uns in den letzten Jahren immer entsprechend gut verkauft.
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Es gibt auch einen weiteren Aspekt, was die Rolle des Team Vorarlberg und Ihrer Person betrifft. Wie sieht dieser aus?
Einerseits sind wir Gesellschafter der Tour und Miteigentümer. Ohne die Initiative des Team Vorarlberg zur Fortführung würde es die Tour aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr geben. Persönlich mische ich mich nicht in die sportlichen Belange in unserem Team ein. Natürlich wäre ich gefragt, wenn es Diskussionen gibt und ein Machtwort gesprochen werden muss. Doch bei unserem perfekt eingespielten Betreuerteam braucht es das nicht. So werde ich viele Gespräche führen, die Zukunft des Teams betreffend. Ich kümmere mich zudem um die Medienarbeit wie auch um die Sponsorenbetreuung. Das sind auch immer wieder längere Tage.
Wie hat sich die Tour aus deiner Sicht entwickelt?
Grundlegend sehr positiv. Man darf jedoch die jährlich neuen Anforderungen nicht außer Acht lassen. Wichtig ist, dass die Tour auch weiterhin rollt. Sie ist aus meiner Sicht ein Monument der österreichischen Sportgeschichte.
Ist der Stellenwert der Tour für den Radsport in Österreich auch touristisch gesehen wichtiger geworden?
Ich hoffe es. Die Bilder sind einfach Gold wert, zumal sie um die Welt gehen. Die Medialisierung ist mittlerweile unglaublich professionell geworden. Das ist aktuell wichtig, aber auch die Basis für die Zukunft. Der Radsport in Österreich hat eine gewisse Strahlkraft, vor allem für die Kinder und die Jugendlichen. Sie sollen animiert werden, sich auch sportlich zu betätigen. Mit der Tour of Austria hoffen wir, einen entsprechenden Beitrag leisten zu können.