Ein Festtag für den Turnnachwuchs

Über 800 Aktive machten Dornbirn zum Zentrum des Turnsports – und jeder durfte sich als Sieger fühlen.
Dornbirn Mit mehr als 800 Aktiven aus 22 Vereinen hat sich das 74. Landesjugendturnfest in Dornbirn einmal mehr als perfekte Leistungsschau des Vorarlberger Nachwuchsturnens präsentiert. In den Messehallen 5 und 6 kämpften die Mädchen und Burschen in den Sparten Turn10, Kunstturnen, Rhythmische Gymnastik und Sportakrobatik um Bestleistungen und verwandelten das Gelände in einen Ort voller sportlicher Höchstleistungen, Begeisterung und Emotionen.






Das Landesjugendturnfest gilt seit Jahrzehnten als einer der wichtigsten Termine im Kalender des Vorarlberger Turnsports. Für viele Nachwuchsathlet:innen bildet die Veranstaltung den sportlichen Saisonhöhepunkt, für die Vereine zugleich die Gelegenheit, die intensive Arbeit der vergangenen Monate unter Wettkampfbedingungen zu präsentieren. Entsprechend groß war die Beteiligung – auf den Wettkampfflächen ebenso wie auf den Zuschauerrängen.
Sinnvolle Adaptierungen
Dass die Veranstaltung erstmals vollständig in den Messehallen durchgeführt wurde, erwies sich als richtungsweisende Entscheidung. Noch bei der letzten Austragung im Zwei-Jahres-Rhythmus hatten ungünstige Wetterbedingungen das Programm erheblich beeinträchtigt. Damals mussten die Kunstturnbewerbe aus Sicherheitsgründen abgesagt werden. Die Verlegung in die Halle schuf nun jene Planungssicherheit, die für eine Veranstaltung dieser Größenordnung erforderlich ist.




Auch strukturell wurde das Landesjugendturnfest weiterentwickelt. Die bis 2022 ausgetragenen Leichtathletikbewerbe sind nicht mehr Teil des Programms. Diese Entscheidung erfolgte im Einvernehmen mit dem Vorarlberger Leichtathletikverband und ermöglicht eine stärkere Konzentration auf die turn spezifischen Disziplinen.

Für Organisationschef und Turnsport-Vorarlberg-Geschäftsführer Marc Brugger bestätigte das Wochenende den eingeschlagenen Weg. „Die enormen Bemühungen haben sich auf jeden Fall gelohnt. Das Feuerwerk an großartigen Leistungen gepaart mit den Emotionen der Mädchen und Burschen sind der größte Lohn, den man bekommen kann.“

Als wesentlichen Erfolgsfaktor sieht Brugger den Umzug auf das Dornbirner Messegelände. „Damit ist einfach eine Planungssicherheit gegeben und man ist nicht auf das Wetterglück angewiesen, ob die Veranstaltung durchgezogen werden kann. Dazu kommt, dass es auf dem Messegelände keine Parkprobleme gibt und die Anbindung für die An- und Abreise gegeben ist.“

Den krönenden Abschluss bildete das große Showprogramm in der Messeeishalle, das mehr als 3500 Zuschauer begeisterte. Für den feierlichen musikalischen Rahmen sorgte die Militärmusik Vorarlberg, ehe Vorarlbergs Paradegymnastin Rosalie Märk mit ihrem Kürprogramm ihr außergewöhnliches Können präsentierte. Die Kombination aus Musik, turnerischer Präzision und eindrucksvollen Vorführungen verlieh dem Finale einen würdigen Rahmen und machte den hohen Stellenwert des Turnsports im Land eindrucksvoll sichtbar.
„Die Stimmung war Gänsehaut pur und hat den emotional und sportlich hohen Stellenwert bestens unterstrichen“, zog Brugger ein positives Fazit.
Am Ende war jeder ein Gewinner
Die Sieger:innen der einzelnen Alters- und Leistungskategorien in den vier Sparten waren bereits im Vorfeld entsprechend der Wettkampfausschreibung festgelegt worden und durften sich über ihre Auszeichnung als Turnfestsieger 2026 freuen. Doch nach einem Tag voller Höchstleistungen, Fairness und gegenseitiger Wertschätzung durfte sich letztlich jeder der mehr als 800 Teilnehmer als Gewinner fühlen. Das Landesjugendturnfest war weit mehr als ein Wettkampf: Es war ein eindrucksvolles Fest des Sports, des Miteinanders und der Begeisterung für den Sport, der den Nachwuchs in den Mittelpunkt stellte und einmal mehr die Bedeutung des Breitensports in Vorarlberg unterstrich.






