“Will mir in Europa einen Namen machen”

Der Dornbirner wagt mit dem Wechsel zu Legia Warschau den nächsten Schritt.
Dornbirn Mit erst 22 Jahren hat Bekem Bicki seinen bislang größten Schritt in seiner Karriere geschafft. Der Dornbirner verlässt den Karlsruher SC und wechselt zum polnischen Rekordmeister Legia Warschau. Dort unterschrieb der Offensivspieler einen Vertrag bis Juni 2029 und erhält damit die Chance, sich bei einem der größten Traditionsvereine Osteuropas für höhere Aufgaben zu empfehlen. Obwohl sein Vertrag beim Karlsruher SC noch ein Jahr gelaufen wäre, entschied sich Bicki bewusst für den Wechsel nach Polen. Für den Dornbirner ist es die Möglichkeit, sich auf internationalem Niveau weiterzuentwickeln und seinem Traum vom europäischen Spitzenfußball näherzukommen.

Dass es trotz des laufenden Vertrags zum Wechsel kam, lag am großen Interesse des polnischen Spitzenklubs. Vor allem Sportchef Fredi Bobic, der ehemalige deutsche Nationalspieler und Bundesliga-Torjäger, der seit Juni 2026 die sportlichen Geschicke bei Legia leitet, machte sich persönlich für eine Verpflichtung des Dornbirners stark. Bobic beobachtete Bicki mehrfach in Karlsruhe und überzeugte ihn schließlich für einen sofortigen Wechsel in die polnische Hauptstadt.
In der vergangenen Saison zählte Bicki zu den herausragenden Spielern der U23 des Karlsruher SC. Mit 16 Treffern und zwei Assists war er der erfolgreichste Torschütze seiner Mannschaft und überzeugte Woche für Woche mit konstant starken Leistungen. Genau diese Entwicklung machte den 22-Jährigen für Legia interessant.

Für Bicki ist der Wechsel weit mehr als nur eine neue Station. Er sieht darin die große Chance, sich auf einem deutlich höheren Niveau weiterzuentwickeln. “Für mich ist es der nächste große Schritt. Legia Warschau ist einer der traditionsreichsten Vereine Osteuropas und bietet mir die Möglichkeit, mich auf einem sehr hohen Niveau weiterzuentwickeln. Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung und werde alles dafür geben, das Vertrauen des Vereins mit guten Leistungen zurückzuzahlen.”
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Legia Warschau zählt seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Vereinen Polens und ist regelmäßig im internationalen Geschäft vertreten. Europa-League-Auftritte gehören ebenso zur Vereinsgeschichte, wie Teilnahmen an der Champions League. Genau dieses Umfeld war für Bicki ausschlaggebend. Er will sich zunächst möglichst rasch einleben und anschließend den Sprung in die erste Mannschaft schaffen.
Dass Legia Warschau den Dornbirner gleich bis zum Sommer 2029 unter Vertrag nimmt, wertet Bicki als klares Zeichen der Wertschätzung und des Vertrauens. Der Wechsel nach Warschau könnte sich dabei als bislang bedeutendster Meilenstein seiner noch jungen Karriere erweisen. Nach dem Ludescher Benedikt Zech (35) von SCR Altach, der fünfeinhalb Jahre bei Pogon Stettin unter Vertrag stand, und dem Lustenauer Darijo Grujčić (27), der mit Wisla Krakau aufgestiegen ist, schnürt nun mit Bekem Bicki ein dritter Ländle-Profikicker die Schuhe in Polen.
Thomas Knobel

