Zuerst gegen Austria Lustenau getroffen jetzt im Trikot von ihnen.

Ein Kreuzbandriss bremste ihn aus, jetzt will Pertlwieser in Lustenau durchstarten.
Lustenau Es gibt Wechsel, die schreiben ihre eigene Geschichte. Bei Niklas Pertlwieser begann sie ausgerechnet gegen seinen neuen Verein. Beim 1:2 des SKU Amstetten gegen Austria Lustenau erzielte der Innenverteidiger sein erstes und einziges Tor für Amstetten. Wenige Wochen später folgte die Unterschrift bei den Grün-Weißen, dass dieses Spiel gleichzeitig sein letzter Auftritt für Amstetten sein würde, wusste er damals allerdings noch nicht.
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„Nein, es gab davor keine Gespräche. Ich bin mit der Einstellung ins Spiel gegangen, dass ich auch die nächste Saison für Amstetten spiele“, erzählt der Neuzugang. Erst nach Saisonende entwickelte sich der Wechsel nach Vorarlberg.
Mit dem Transfer belohnt sich der 24-Jährige für einen langen und nicht immer einfachen Weg. Vier Jahre spielte er in der Regionalliga, bevor der Sprung in den Profifußball gelang. Besonders ein Kreuzbandriss warf ihn zurück. Die Verletzung bedeutete eine lange Pause und stellte ihn sowohl körperlich als auch mental vor große Herausforderungen. Umso mehr weiß der 24-Jährige den Schritt in den Profifußball heute zu schätzen. „Ich hätte schon davor die Chance gehabt, in den Profibereich zu wechseln. Durch Schwierigkeiten mit den Vereinen hat es aber nicht geklappt“, blickt der Innenverteidiger zurück. Aufgeben war für ihn dennoch nie eine Option. Heute ist die Freude umso größer, den Schritt geschafft zu haben. „Jetzt werde ich alles geben, um die verlorene Zeit nachzuholen und mich sportlich weiterzuentwickeln.“

Dass Pertlwieser bereit für den nächsten Schritt ist, zeigte er bereits in der vergangenen Saison. Mit seinen konstanten Leistungen entwickelte sich der Kärtner zu einer festen Größe in der Defensive des SKU Amstetten. Vor allem seine Verlässlichkeit und Einsatzbereitschaft machten ihn zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft. Für Amstetten absolvierte er 26 Spiele in der 2. Österreichischen Liga sowie drei Partien im Uniqua-ÖFB-Cup, er stand insgesamt 2.521 Minuten auf dem Platz und überzeugte vor allem mit seiner Konstanz.

Seine größten Stärken sieht der Defensivspieler im Zweikampfverhalten, seiner Schnelligkeit und im Kopfballspiel. Gleichzeitig weiß er, dass noch Entwicklungspotenzial vorhanden ist. „Vor allem bei der Kommunikation kann ich mich noch verbessern. Darauf achte ich inzwischen aber schon sehr“, sagt der Neuzugang.

Mit diesen Qualitäten möchte er nun auch bei Austria Lustenau den nächsten Schritt gehen. Für seine erste Saison bei Austria Lustenau hat Niklas Pertlwieser klare Ziele. Zunächst möchte er in der Mannschaft und in der Liga Fuß fassen. Im Mittelpunkt steht für ihn aber der gemeinsame Erfolg. „Ich will der Mannschaft so gut wie möglich helfen, damit wir unsere Ziele erreichen und gemeinsam eine geile Saison spielen.“
Mit seiner Geduld und seinem Ehrgeiz hat sich Pertlwieser den Traum vom Profifußball erfüllt. Nun will der Innenverteidiger auch bei Austria Lustenau den nächsten Schritt machen und beweisen, dass sein Weg noch lange nicht zu Ende ist.