Bregenz-Pleite in Innsbruck: “Uns war klar, dass es so laufen kann”

Sport / 02.08.2026 • 10:35 Uhr
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Überrumpelt: Bregenz kassierte vor der Pause vier Tore binnen 20 Minuten. GEPA

Bei der 0:5-Niederlage sah Trainer Brenner einen über zumindest 70 Minuten überlegenen Wacker.

Innsbruck Ein 0:5 zum Auftakt bei Aufsteiger und Titelaspirant Wacker Innsbruck, das hätte sich SW Bregenz anders vorgestellt. Vor den Augen von Investor Takashi Okuri kassierte man schon vor der Pause vier Tore, der Wacker taumelte nahezu euphorisiert dem Erfolg entgegen, es klappte plötzlich alles.

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“Die haben schon Qualität, die ersten 25 Minuten haben wir gebraucht, uns daran zu adaptieren, was sie sich überlegt haben”, meinte Wacker-Trainer Sebastian Siller dennoch über den Gegner. “Wir sind nicht schlecht gestartet, das Spiel war ausgeglichen”, sagte auch Bregenz-Trainer Martin Brenner. “Dann haben wir das erste Tor kassiert – und waren eine komplett andere Mannschaft.”

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Wackers Pressing stellte Bregenz vor Probleme. GEPA

Zwar holten Brenner und Co-Trainer Murad Gerdi in WM-Manier bei der Trinkpause die Taktiktafel und adaptierten – ein Stürmer ließ sich fortan im Zentrum fallen, damit die Innenverteidiger nicht so hoch pressen mussten – aber Schuld war das am Rückstand nicht. Sondern Wackers Überlegenheit bei hohen Bällen. Bei denen sah man, dass bei Bregenz eine komplett neue Viererkette spielte, und auch, dass Tormann Peter Kwame Aizawa Probleme in der Strafraumbeherrschung hatte.

Das erste Tor war ein verlängerter Freistoß (25.), das zweite fiel nach einer hohen Hereingabe (32.), das dritte, nachdem ein hoher Ball abgelegt wurde (37.). In den vergangenen Jahren habe man bei Standards wiederholt Probleme gehabt, Wackers Datenanalyst Mathias Voppichler habe sich in den letzten Wochen stark damit befasst, erklärte Siller. Den ganzen Mittwoch habe man Standardsituationen trainiert. “Das hat sich heute ausgezahlt, das war der Dosenöffner.” Der Sargnagel war ein Distanzkracher von Kapitän Alexander Joppich, der den Ball ins Kreuzeck schweißte (45.). “Wir waren mit dem Kopf unter der Erde”, sagte Brenner, “mit vier Toren im Rucksack ist es nicht einfach, weiterzuspielen.”

Wacker-Trainer: “Haben sie gut erwischt”

Nach der Pause ließen es die Gastgeber gemächlicher angehen, trafen noch einmal Aluminium und zum 5:0, Bregenz blieb chancenlos gegen ein vor 4.244 Zuschauern dominierendes Wacker. “Für einige vons uns war es das erste Mal vor so vielen Zuschauern. Am Ende war es sehr verdient für Wacker Innsbruck, von 90 Minuten waren sie 70 besser”, musste Brenner anerkennen. Wacker-Trainer Siller meinte über den Gegner: “Das ist eine gute Mannschaft. Aber wir haben sie gut erwischt, weil wir jede Chance genutzt haben.”

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Verdienter Sieger: Bregenz-Coach Martin Brenner konnte nur gratulieren. GEPA

In Summe steht eine Niederlage der sportlich schlechtesten Mannschaft der Vorsaison nach einem kompletten Umbruch gegen ein Team, das seit Jahren unter demselben Trainer agiert, dessen Spieler sich kennen und das ohnehin den Durchmarsch in die Bundesliga anpeilt.

“Sie spielen ein hohes Tempo, ein gutes Pressing – uns war klar, dass das Spiel auch so laufen kann, wenn wir einen schlechten Tag haben”, sagte Brenner. Und: “Das Spiel hat uns nur drei Punkte gekostet.” Der Fokus liege bereits auf der Heimpartie gegen Kapfenberg. “Es ist eine lange Saison, ich hoffe, dass wir schlecht starten und gut aufhören.”