Melanie Geiger sorgt für Höhepunkte bei Arlberg Giro

Sport / 02.08.2026 • 16:38 Uhr
Arlberg Giro, Melanie Geiger
Eva Schien und Melanie Geiger bei der Zieleinfahrt nach einem packenden Duell um den Sieg im Damenrennen. Säly

Die Athletin vom Team Lexxi Racing drehte Damenrennen auf den letzten Kilometern und sicherte sich zudem den Titel „Hero of the Arlberg“.

St. Anton Melanie Geiger hat dem Arlberg Giro ihren Stempel aufgedrückt. Die Vorarlbergerin vom Team Lexxi Racing feierte am Sonntag nach einer starken Aufholjagd den Sieg beim traditionsreichen Radmarathon und sicherte sich damit den Höhepunkt eines erfolgreichen Rennwochenendes. Bereits am Freitag hatte sie beim St. Anton Night Sprint den dritten Platz belegt. Zusätzlich durfte sich Geiger nach Rang zwei in der Bergwertung über den Titel „Hero of the Arlberg“ freuen.

Bei besten äußeren Bedingungen gingen die Teilnehmer auf die 142 Kilometer lange Runde. Die Strecke führte wie im vergangenen Jahr von St. Anton am Arlberg über den Arlbergpass durch das Klostertal und Montafon, weiter durch das Ganifertal zum Kops-Stausee und anschließend über das Paznaun- und Stanzertal zurück ins Ziel nach St. Anton.

Arlberg Giro, Melanie Geiger
Erschöpft und überglücklich: Melanie Geiger nach ihrem Sieg beim 14. Arlberg Giro. Säly

„Die sportlichen Leistungen und die Begeisterung entlang der Strecke haben einmal mehr gezeigt, was dieses Rennen so besonders macht“, erklärte Martin Ebster. Für den Geschäftsführer des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg war es nach 14 Jahren der letzte Arlberg Giro in seiner Funktion. Mit Jahresende tritt er in den Ruhestand. „Mein Herz schlägt für den Arlberg Giro“, sagte Ebster.

Arlberg-Giro 2026

DAMEN

  1. Melanie Geiger | AUT | Lexxi Racing | 3:59:44,1
  2. Eva Schien | GER | Radsport Team Gaimersheim | 3:59:44,1
  3. Julia Schallau | GER | BikesnBoards Wetzlar, Curingshot | 4:03:35,5
  4. Daniela Traxl-Pintarelli | AUT | Team PopEyes Portixol Group | 4:05:19,4
  5. Corina Pichler | AUT | kein Team angegeben | 4:07:31,8

HERREN

  1. Rene Pammer | AUT | next125 Hackl Lebensräume | 3:38:31,5
  2. Christian Oberngruber | AUT | next125 Hackl Lebensräume | 3:40:54,8
  3. Sebastian Breuer | GER | kein Team angegeben | 3:41:22,0
  4. Simon Betz | GER | Baldiso Racing Squad | 3:41:22,3
  5. Juul Hendrikx | NED | Jegg skil djr | 3:41:22,6

BERGWERTUNGEN

King of the Mountain: Rene Pammer | AUT | next125 Hackl Lebensräume | 00:24:38,34
Queen of the Mountain: Eva Schien | GER | Radsport Team Gaimersheim | 00:30:32,65

Hero of the Arlberg – Herren: Simon Betz | GER | Baldiso Racing Squad

Hero of the Arlberg – Damen: Melanie Geiger | AUT | Lexxi Racing

ANTON NIGHT SPRINT – DAMEN

  1. Carina Profunser | AUT | – | 16,79 Sekunden
  2. Elena Brasch | GER | – | 17,27 Sekunden
  3. Melanie Geiger | AUT | Lexxi Racing | 18,48 Sekunden

ANTON NIGHT SPRINT – HERREN

  1. Rens Vermeulen | NED | WILVO Group–TWC de Kempen | 13,49 Sekunden
  2. Matthias Saam | BEL | Racepoint | 13,77 Sekunden
  3. Lorenz Bock | GER | – | 14,64 Sekunden

INTERNATIONALES RADKRITERIUM – DAMEN

  1. Leila Gschwentner | AUT | Smurfit Westrock Cycling Team
  2. Lea Fuchs | SUI | SPAR CTO Women Team
  3. Belinda Holzer | AUT | Tirol Women Cycling Team
  4. Tabea Huys | AUT | Tirol Women Cycling Team
  5. Rahel Aschwanden | SUI | SPAR CTO Women Team

INTERNATIONALES RADKRITERIUM – HERREN

  1. Patrick Reißig | GER | Benotti Berthold
  2. Michael Schwarzmann | GER | RSC AUTO BROSCH Kempten
  3. Pirmin Benz | GER | Team Vorarlberg
  4. Adrian Stieger | AUT | Schwingshandel Intralogistics
  5. Felix Rützler | AUT | Tirol KTM Cycling Team

Im Damenrennen setzte zunächst Eva Schien die Akzente. Die deutsche Vorjahreszweite übernahm bereits am Arlbergpass die Führung und lag auch bei der Zwischenwertung in Partenen nach 72 Kilometern vor Melanie Geiger. Dahinter folgten Julia Schallau, Birgit Stegmeier, Daniela Traxl-Pintarelli und Corina Pichler.

Schien baute ihren Vorsprung weiter aus und erreichte den Kops-Stausee als erste Frau. Damit sicherte sie sich den Titel „Queen of the Mountain“. Geiger hielt den Rückstand jedoch konstant und ließ sich nicht entscheidend distanzieren.

Im Paznauntal begann die Vorarlbergerin den Abstand auf die Führende zu verkürzen. Noch vor dem langen Schlussanstieg von Pians zurück nach St. Anton am Arlberg schloss sie zu Schien auf. Im finalen Anstieg setzte sich Geiger schließlich entscheidend ab und feierte den Sieg beim Arlberg Giro. Schien belegte Rang zwei und gewann die Bergwertung, Julia Schallau komplettierte das Podest. Daniela Traxl-Pintarelli und Corina Pichler folgten auf den Plätzen vier und fünf.

Leila Gschwentner, Arlberg-Giro
Leila Gschwentner bei der Zieleinfahrt: Die Tirolerin feiert ihren dritten Sieg beim Internationalen Radkriterium. Säly

Bereits am Freitag hatte Geiger beim St. Anton Night Sprint ihre starke Form unter Beweis gestellt. Auf der rund 200 Meter langen Strecke in der Fußgängerzone erreichte sie hinter Carina Profunser und Elena Brasch den dritten Platz. Im K.-o.-Modus qualifizierten sich die schnellsten Fahrerinnen zunächst für das Achterfinale, ehe in den direkten Duellen die Siegerinnen ermittelt wurden.

Arlberg-Giro
Night-Sprint-Sieger Rens Vermeulen aus den Niederlanden bei der Zieleinfahrt: Im packenden Finale setzte er sich mit nur wenigen Zentimetern Vorsprung durch.

Bei den Herren bestimmte René Pammer das Rennen von Beginn an. Der Vorjahresdritte setzte sich früh an die Spitze und gewann sowohl die Bergwertung am Kops-Stausee als auch den Arlberg Giro. Im Schlussanstieg verteidigte der Oberösterreicher seine Führung erfolgreich. Christian Oberngruber belegte Rang zwei, Sebastian Breuer wurde Dritter. Simon Betz und Juul Hendrikx komplettierten die Top fünf.

Arlberg-Giro, Patick Reißig
Patrick Reißig setzt sich im Zielsprint gegen Michael Schwarzmann durch und gewinnt das Internationale Radkriterium.

Bereits am Samstag war das Internationale Radkriterium ausgetragen worden. Bei den Damen setzte sich Leila Gschwentner vor Lea Fuchs und Belinda Holzer durch. Das Herrenrennen gewann Patrick Reißig vor Michael Schwarzmann und Pirmin Benz.

Aus Vorarlberger Sicht stand jedoch Melanie Geiger im Mittelpunkt. Mit zwei Podestplätzen – Rang drei beim Night Sprint und dem Sieg beim Arlberg Giro – sowie Platz zwei in der Bergwertung und dem Titel „Hero of the Arlberg“ war sie die erfolgreichste Athletin des Wochenendes.

Arlberg-Giro
Beeindruckende Kulisse beim St. Anton Night Sprint am Freitagabend: Die große LED-Wall machte die Fußgängerzone zur spektakulären Rennbühne.