Bittere Niederlage für Altach bei Sturm

Sport / 15.08.2026 • 21:22 Uhr
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Auf Augenhöhe: Altach war spielerisch stark, am Ende entschied aber ein Standard die Partie. GEPA

Der SCR Altach lässt in der ersten Hälfte mehrere Topchancen ungenutzt und verliert in Graz.

Graz Die Brisanz war schon im Vorfeld groß, Altach war nämlich ohne Yann Massombo nach Graz gereist: Er hatte sich geweigert, das Auswärtsspiel mitzumachen, um einen Wechsel zu Gegner Sturm Graz zu erzwingen. Auf dem Platz fehlte in Liebenau dann vielleicht nicht unbedingt Massombo, sehr wohl aber ein treffsicherer Stürmer. Trotz einer über weite Strecken grandiosen ersten Hälfte stand am Ende vorne die Null – und hinten eine 1. Es war eine bittere 0:1-Niederlage für die Rheindörfler.

Das beherrschende Thema der letzten Stunden wurde auf dem Platz durch das Hereinrutschen von Srdjan Hrstic in die Startelf gelöst. “Wir brauchen unglaublich gute 90 Minuten als Kollektiv”, betonte Trainer Ognjen Zaric vor dem Anpfiff bei Sky angesprochen auf Gegner Sturm. Bei dem fehlte Jeyland Mitchell, der kurz vor dem Wechsel zu Racing Straßburg stand.

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Hart umkämpft: Altach mit Kapitän Lukas Jäger hielten mehr als nur gut dagegen. GEPA

Auf dem Feld wirkten die Altacher indes von Minute eins an wach, spielten augenscheinlich mit einer Portion Wut im Bauch. Sturm wurde hoch gepresst, damit hatten die Grazer Probleme. Gleichzeitig wurde im Spiel nach vorne rasch der Weg über die Außen gefunden, eine Hereingabe in Minute neun landete bei Patrick Greil, der nicht gut genug zum Abschluss kam. Beim Vizemeister der vergangenen Saison machte Altach das Spiel – und erarbeitete sich ein deutliches Chancenplus.

Ousmane Diawara verzog in Minute 16 von links, Vesel Demaku von halbrechts in Minute 22 von rechts. Immer wieder stieß Altach über die rechte Angriffsseite durch Niklas Niehoff nach vorne – oder wurde aus Eckbällen gefährlich. Filip Milojevic – der in der Anfangsphase noch vom herauslaufenden Dejan Stojanovic umgenietet wurde – verfehlte in der 23. Minute knapp, einen Hrstic-Kopfball nach Ecke parierte Sturm-Tormann Daniil Khudiakov auf der Linie (28.). Auch Mike Bähre, der alleine auf den Goalie zulief und lange wartete, scheiterte an Khudiakov (28.), der blitzschnell unten war. Sturm wackelte gewaltig, Altach bestrafte es nicht. Auf der Gegenseite verpasste Sturm-Juwel Jacob Peter Hödl nach einer knappen halben Stunde per Kopf am Fünfer.

Bittere Niederlage für Altach bei Sturm
Ousmane Diawara sorgte für ordentlich Betrieb, nur das Tor traf er nicht. APA

In der gleichen Tonart ging es weiter. Altach spielte bis zum Sechzehner richtig gut, und dann schien eine imaginäre Blockade das Team zu stoppen. Sinnbildlich die 33. Minute, als Diawara sich erst stark durchsetzte, vor das Tor querschob – und Patrick Greil den Ball weit über die Latte bolzte. Er war selbst fassungslos. Zugleich war es ein wenig der Kipppunkt der ersten Hälfte, plötzlich spielte Sturm 50 Meter weiter vorne, hatte Standards, und sorgte für Unruhe. Eine Hereingabe der Gastgeber verlängerte Benedikt Zech fast ins eigene Kreuzeck (39.), Nelson Weiper verpasste zentral aus kurzer Distanz (42.).

Jatta wiederholte erfolgreich

Nach der Pause brachte Altach nicht mehr die Dynamik der Anfangsminuten aufs Feld, Sturm wirkte gefestigter. Und ging in Minute 69 vermeintlich in Führung. Erneut war es ein Eckball, Seedy Jatta schraubte sich in der Mitte hoch. Der VAR schaltete sich aber ein – und Schiedsrichter Jäger erkannte den Treffer ab. Tormann Stojanovic war in der Entstehung auf dem Weg zum Ball geblockt worden.

Bittere Niederlage für Altach bei Sturm
Einmal Tor, einmal nicht: Jatta traf doppelt, erst das zweite Mal zählte. APA

Doch auch in weiterer Folge schaffte es Altach nicht mehr so gut, für Entlastung zu sorgen. Quasi mit einer Wiederholung des ersten Jatta-Treffers sorgte der Stürmer dann wirklich für das 1:0 – erneut servierte Simon Seidl per Eckball die Vorlage (78.). Das Tor hatte sich mehr als abgezeichnet, aus Altacher Sicht war es dennoch bitter. Jattas Doppelpack verhinderte Stojanovic nur kurz darauf mit einer starken Parade (81.).

Es blieb aber dabei: Altach verlor eine Partie, die so viel mehr Potenzial gehabt hätte als null Punkte. Der letzte Sieg bei Sturm datiert weiter vom Dezember 2019.

Admiral Bundesliga, 3. Spieltag

SK Sturm Graz – SCR Altach 1:0 (0:0)

Graz, Stadion Liebenau; 14.715 Zuschauer; SR Florian Jäger

Torfolge: 78. 1:0 Seedy Jatta

Gelbe Karten: 36. Jäger, 40. Greil

SK Sturm Graz (4-4-2 Raute/4-2-2-2): Khudiakov – Heil, Petrovic, Vallci, Soglo (90./+1 Balbo) – Hödl (90./+1 Mamageishvili), Weinhandl, Gorenc Stankovic, Seidl (87. Malic) – Weiper (57. Wlodarczyk), Kayombo (57. Jatta)

SCR Altach (3-4-2-1): Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger – Niehoff (82. Brandtner), Demaku (82. Cosgun), Bähre, Böckle (82. Eisschill) – Diawara, Greil (72. Yalcin) – Hrstic (57. Raguz)