Halbeisen kratzt am OSV-Rekord

Dornbirner Max Halbeisen überzeugte zum Abschluss der Langbahn-EM in Paris mit persönlicher Bestzeit über 100 m Rücken.
Paris. Max Halbeisen hat am Abschlusstag der Langbahn-Europameisterschaften in Paris für einen persönlichen Höhepunkt aus österreichischer Sicht gesorgt. Der 22-jährige Vorarlberger schlug als Startschwimmer der 4-x-100-m-Lagenstaffel in 54,13 Sekunden an und stellte damit eine persönliche Bestzeit über 100 m Rücken auf. Zum 17 Jahre alten OSV-Rekord von Markus Rogan fehlten dem Vorarlberger lediglich acht Zehntelsekunden.

„Besser kann es nicht laufen“, zeigte sich Halbeisen nach seinem Auftritt zufrieden. Der 22-Jährige absolvierte in Paris seinen ersten Einsatz mit der österreichischen Staffel bei Europameisterschaften und sammelte dabei wertvolle internationale Erfahrung. „Das nächste Mal ist auch mit der Staffel mehr drinnen. Ich fand es richtig cool, mit der Staffel da mal für Österreich dabei zu sein.“

Gemeinsam mit Christian Giefing, Luka Mladenovic und Lukas Edl kam Halbeisen auf eine Zeit von 3:35,60 Minuten. Unter 19 Staffeln bedeutete das Rang 15. Für den Einzug in den Endlauf fehlten 2,27 Sekunden. Auch der österreichische Rekord von 3:32,80 Minuten, aufgestellt von Bernhard Reitshammer, Valentin Bayer, Simon Bucher und Heiko Gigler bei der WM 2022 in Budapest, blieb außer Reichweite.

Das neu formierte Quartett hatte allerdings auch mit einer sehr jungen Besetzung anzutreten. Die vier Schwimmer sind gemeinsam 33 Jahre jünger als jene Mannschaft, die zwei Jahre später in Belgrad EM-Gold gewonnen hatte. Eine Titelverteidigung war daher von Beginn an kein realistisches Ziel.
Neben Halbeisen zeigte auch Lukas Edl eine starke Leistung. Der 19-Jährige kam auf einen fliegenden Split von 51,68 Sekunden. Für Christian Giefing verlief der Abschlusstag hingegen weniger erfolgreich. Der 18-jährige Burgenländer verpasste über 400 m Kraul als 20. den Einzug ins Finale der Top acht. In 3:49,14 Minuten blieb Giefing 1,22 Sekunden über seiner erst vor einem Monat bei der Junioren-EM aufgestellten Bestzeit.
Besonders schwierig war für Giefing die kurze Pause zwischen den beiden Einsätzen. Nur rund 35 Minuten lagen zwischen seinem 400-m-Vorlauf und dem Staffeleinsatz. „Ich habe richtig gemerkt, dass ich noch das Laktat von den 400 drinnen gehabt habe. Ich habe leider die Staffel ein bisschen runtergezogen“, zeigte sich der Burgenländer selbstkritisch.
Für Österreich blieb Giefings vierter Platz über 200 m Kraul das zweitbeste Ergebnis dieser Europameisterschaften. Noch erfolgreicher war Mladenovic mit Bronze über 200 m Brust. Halbeisen durfte sich zum Abschluss über seine persönliche Bestzeit freuen – und darüber, dem OSV-Rekord bereits sehr nahe gekommen zu sein.