Samuel Wachter springt in Zagreb zu Silber

Sport / 22.08.2026 • 14:19 Uhr
Samuel Wachter springt in Zagreb zu Silber

Samuel Wachter sorgt bei der Junioren-EM in Zagreb für den nächsten Vorarlberger Erfolg.

Zagreb Der 17-jährige Vorarlberger Samuel Wachter hat sich bei der Junioren-Europameisterschaft der Kunstturner in Zagreb zum Vize-Europameister am Sprung gekürt. Als letzter der acht Finalisten behielt der Turner die Nerven und zeigte zwei exzellente Versuche. Mit 13,483 Punkten musste sich Wachter nur dem Ukrainer Valentyn Havrylchenko geschlagen geben und sicherte sich damit die Silbermedaille.

Samuel Wachter springt in Zagreb zu Silber

„Es ist unglaublich, dass ich nun Silber gewonnen habe. Das hätte ich mir nie erträumt, ich freue mich riesig“, sagte Wachter nach seinem gelungenen Finale. Dass er als letzter Athlet an der Reihe war, machte die Aufgabe nicht einfacher. „Ich habe bei den anderen Turnern nicht zugeschaut, aber ich habe die wahnsinnige Stimmung in der Halle mitbekommen und mir gedacht, die haben sicher alle guten Sprünge gezeigt. Zum Glück sind mir dann im entscheidenden Moment zwei super Sprünge gelungen.“

Samuel Wachter springt in Zagreb zu Silber

Wachter bewies damit erneut, dass er bei Großereignissen seine Leistung abrufen kann. Bereits im Vorjahr hatte der Vorarlberger beim Europäischen Olympischen Jugendfestival (EYOF) in Skopje Silber gewonnen. „Großveranstaltungen dürften mir liegen“, meinte Wachter mit einem Augenzwinkern.

Nun wartet bereits die nächste Aufgabe. Am Sonntag bestreitet der 17-Jährige gemeinsam mit Jeremy Balazs das Mehrkampffinale. Nach der Silbermedaille vom Sprung will Wachter die zusätzliche Herausforderung vor allem genießen: „Das ist jetzt noch ein Bonus. Ich will es einfach genießen.“

Auch Nationaltrainer Michael Fussenegger zeigte sich von der Leistung des Vorarlbergers beeindruckt: „Wir waren im Finale, da kann immer alles passieren. Beeindruckend ist aber, wie nervenstark Sammy ist. Er hat sich diese Medaille mehr als verdient!“

Samuel Wachter springt in Zagreb zu Silber

Turnsport-Austria-Sportdirektor Fabian Leimlehner sprach sogar von „Nervenstärke auf Weltklasse-Niveau“. Diese habe letztlich den Ausschlag für die Medaille gegeben. „Es war ein unglaublich spannendes Finale und ich bin fast sprachlos, dass es tatsächlich so aufgegangen ist. Gratulation an ihn, das gesamte Trainerteam und alle Betreuer, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.“

Mit Wachters Silbermedaille holte Turnsport Austria bei Junioren-Europameisterschaften die dritte Medaille. Nach Gold durch Vinzenz Höck 2014 und Bronze durch Vincent Lindpointner 2024, jeweils an den Ringen, sorgte diesmal Wachter am Sprung für Edelmetall.