Ein Spieltag in der VOL.AT-Eliteliga, der völlig aus den Fugen geriet

Die 2. Runde bot irre Wendungen, Premierensiege und Dramatik bis zum Schluss.
Lingenau 30 Tore in sechs Spielen, 2200 Zuschauer und Spannung bis tief in die Nachspielzeit: Der 2. Spieltag der VOL.AT-Eliteliga hatte fast alles zu bieten, was das Fußballherz begehrt. Im Schnitt fielen fünf Treffer pro Partie, dazu kamen einige turbulente Wendungen. Auffällig war auch die Breite in den Kadern: Insgesamt 181 Spieler standen in den sechs Begegnungen auf dem Platz, viele Vereine schöpften das erlaubte Kontingent von fünf Wechselspielern vollständig aus.
An der Spitze bleibt der FC Egg das einzige Team mit dem Punktemaximum. Die Egger setzten sich bei Admira Dornbirn mit 5:2 durch und unterstrichen damit ihre Ambitionen. Mit acht erzielten Toren nach zwei Runden weist Egg zudem die stärkste Offensive der Liga auf.
Besonders spektakulär verlief das Duell in Hard. Ludesch führte nach 35 Minuten bereits mit 2:0, doch die Gastgeber drehten die Partie nach der Pause komplett. Innerhalb von 14 Minuten wurde aus dem Rückstand eine 3:2-Führung. Ludesch glich in der 89. Minute noch einmal aus, doch in der Schlussminute sorgte ein Freistoß für den umjubelten 4:3-Heimsieg. Hard belohnte sich damit für eine furiose Aufholjagd.
Auch die beiden Aufsteiger durften erstmals jubeln. Schlins gewann sein Heimdebüt in der neuen Liga gegen Riefensberg mit 3:1. Andelsbuch feierte ebenfalls einen 3:1-Heimerfolg gegen Alberschwende.
Einen gelungenen Einstand feierte auch Neo-Trainer Daniele Polverino mit Nenzing. Die Gäste mussten in Lustenau zunächst einem Rückstand hinterherlaufen, drehten die Partie aber noch vor der Pause und setzten sich nach dem Seitenwechsel mit 4:2 durch. Für Nenzing war es damit der erste Sieg der Saison. Die Sticker sind noch punktelos.
Weniger glücklich verlief die Matinee für den Dornbirner SV. Gegen Rotenberg endete das zweite Topspiel der Saison mit einem 1:1. Für zusätzliche Brisanz sorgten zwei Platzverweise, Ganahl bzw. Mesquita, und ein verschossener Elfmeter. Trotz turbulenter 90 Minuten blieb es bei der Punkteteilung.

Nach zwei Runden ist damit vor allem eines klar: Die Eliteliga ist bereits in Fahrt. Ganz vorne hat sich ein erstes Team abgesetzt, dahinter liegen die Mannschaften dicht beieinander. Und die Zahlen des zweiten Spieltags sprechen für sich: 30 Tore sind eine deutliche Ansage für die kommenden Wochen. VN-TK





