Kaum ist einer zurück, fällt der Nächste aus: Das Verletzungspech bleibt

Operationen und Reisen: Der Kader bleibt ständig nicht in Bestbesetzung.
Dornbirn Das Frühjahr hat Spuren hinterlassen. Die monatelangen Verletzungssorgen kosteten Admira Dornbirn höchstwahrscheinlich den Aufstieg in die Regionalliga West. Zum 80-jährigen Vereinsjubiläum hätte man sich beim Traditionsklub deshalb wohl einen ruhigeren Start in die neue Saison der VOL.AT-Eliteliga gewünscht. Stattdessen reißen die Personalsorgen schon wieder nicht ab.
Besonders bitter trifft es Felix Gunz. Der 22-jährige Rechtsverteidiger verletzte sich im Spiel in Nenzing an der Schulter und wurde bereits operiert. An einen Einsatz in den kommenden Monaten ist nicht zu denken, Gunz wird erst im Frühjahr 2027 wieder zur Verfügung stehen. Für die Mannschaft ist das ein schwerer Rückschlag, war der Abwehrspieler in der vergangenen Saison doch in 25 von 26 Meisterschaftsspielen von Beginn an dabei und erzielte zwei Treffer. Seit vier Jahren spielt Gunz am Forachplatz, zweimal wurde er mit Admira bereits Vizemeister in der Eliteliga.

Damit nicht genug. Kapitän Alex Huber wird wegen Kniebeschwerden mindestens bis Anfang Oktober fehlen. Tobias Bitschnau ist nach seinem Kreuzbandriss ebenfalls noch keine Option und wird frühestens im Frühjahr wieder ein Thema. Gerade in einer Saison, in der der Klub sportlich wieder angreifen möchte, fehlen damit wichtige Säulen.

Gleichzeitig ist Bewegung im Kader an der Tagesordnung. Noah Fehn ist von seiner Weltreise zurück und soll in zwei bis drei Wochen wieder einsatzbereit sein. Seine Rückkehr ist allerdings nur von kurzer Dauer, denn Ende September geht es für ihn erneut auf Reisen. Bis zum Frühjahr wird er dann wieder fehlen. Auch Felix Moosmann wird ab Mitte September wegen einer Weltreise nicht mehr zur Verfügung stehen.
Immerhin gibt es Lichtblicke. Torjäger Kilian Madlener und Verteidiger Mathias Wehinger sollen möglichst bald wieder einsatzbereit sein und dem Kader zusätzliche Qualität geben. Angesichts der aktuellen Ausfälle kommen diese Rückkehrer gerade recht. Für den 80 Jahre alten Jubilar bleibt die Lage dennoch schwierig. Kaum scheint sich eine Lücke zu schließen, tut sich bereits die nächste auf. Nach den bitteren Erfahrungen des vergangenen Frühjahrs muss Admira Dornbirn mit Trainer Klocker erneut improvisieren und hoffen, dass die Verletzungssorgen diesmal nicht wieder zum entscheidenden Faktor werden. VN-TK

