Tigers fordern Arosa bis zur Schlusssirene

HC Tigers boten dem EHC Arosa einen großen Kampf, mussten sich dem Swiss-League-Klub aber mit 2:4 geschlagen geben.
Dornbirn Die HC Tigers haben dem Swiss-League-Vertreter EHC Arosa im Messestadion einen großen Kampf geliefert. Am Ende mussten sich die Gastgeber mit 2:4 geschlagen geben. Das Ergebnis spiegelte den ausgeglichenen Spielverlauf allerdings nur bedingt wider: Die Tigers verbuchten 32 Torschüsse, Arosa kam auf 20. Bis in die Schlusssekunden blieb die Partie offen.
Von Beginn an begegneten die Tigers dem höherklassigen Gegner auf Augenhöhe. Die Mannschaft von Märt Eerme trat engagiert auf und kam immer wieder gefährlich vor das Tor der Bündner. In der 18. Minute durften die Hausherren vermeintlich jubeln: Nico Kramer brachte den Puck im Arosa-Tor unter. Nach dem Videostudium wurde der Treffer wegen eines hohen Stocks jedoch aberkannt.
Im Mittelabschnitt nahm die Partie deutlich an Schärfe zu. Zahlreiche Strafen auf beiden Seiten sorgten immer wieder für Unterbrechungen, zudem wurde das Spiel zunehmend hektisch. Arosa nutzte diese Phase zunächst besser. Jabola Prada brachte die Gäste in der 21. Minute mit 1:0 in Führung und erhöhte wenig später sogar in Unterzahl auf 2:0. Die Tigers ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und verkürzten noch vor der zweiten Pause. In Überzahl traf Janick Wernicke nach Zuspiel von Gustav Lindström zum 1:2.
Im Schlussdrittel stemmten sich die Tigers weiter gegen die drohende Niederlage. In der 52. Minute fiel schließlich der verdiente Ausgleich. Tobias Metzler-Wagner verwertete die Vorarbeit von Philipp Metzler und Gustav Lindström zum 2:2. Das Messestadion war nun voll da und die Hausherren schienen die Partie drehen zu können.
Doch Arosa hatte das letzte Wort. Tomas Vlcek brachte die Gäste knapp fünf Minuten vor dem Ende erneut mit 3:2 in Front. Die Tigers setzten daraufhin alles auf eine Karte und nahmen Goalie Cosmo Reichhalter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Maxime Orlov nutzte die offene Defensive zum Empty-Net-Treffer und stellte auf 2:4.
Die Dramatik war damit noch nicht vorbei. Mit der Schlusssirene landete der Puck zwar erneut im Arosa-Tor, der Treffer zählte jedoch nicht mehr. So blieb es beim 2:4. Trotz der Niederlage durften die Tigers mit ihrer Leistung zufrieden sein. Gegen einen Swiss-League-Klub waren sie über weite Strecken ebenbürtig und zeigten erneut, dass sie auch gegen höherklassige Gegner mithalten können.