Vorarlbergs beste Amateurteams halten das Traumfinale am Leben

Titelverteidiger und Vorjahresfinalist stehen im Viertelfinale.
Lustenau Das Traumfinale vom Vorjahr bleibt im 51. Uniqa VFV-Cup möglich. Der VfB Hohenems und der FC Dornbirn haben ihre Achtelfinalspiele auswärts gewonnen und stehen als erste Mannschaften im Viertelfinale. Damit bleiben jene zwei Teams im Rennen, die derzeit als die stärksten Amateurmannschaften Vorarlbergs gelten. Beide haben den heimischen Pokalbewerb bereits siebenmal gewonnen.

Für den Titelverteidiger war der Aufstieg beim FC Lustenau allerdings ein hartes Stück Arbeit. Vor 600 Zuschauern im Stadion an der Holzstraße stellte Jonas Weissenhofer (10.) früh die Weichen. Nach einem Eckball von Daniel Tiefenbach stieg der mit aufgerückte Hohenemser Innenverteidiger am höchsten und köpfte den Ball via Querlatte zum 1:0 ins Tor.

Damit war ausgerechnet jener junge Abwehrspieler erfolgreich, der in dieser Saison ohnehin zu den Dauerbrennern der Grafenstädter zählt. Der 20-jährige Weissenhofer ist seit eineinhalb Jahren fixer Bestandteil der Hohenemser Abwehr, hat heuer alle fünf Meisterschaftsspiele bestritten und ist zudem siebenfacher liechtensteinischer Nationalspieler. Mit seinem wichtigen Cup-Treffer stellte der 1,87 Meter große Innenverteidiger einmal mehr seine Bedeutung für die Mannschaft von Trainer Werner Grabherr unter Beweis.

Hohenems hatte vor allem zu Beginn mehr Ballbesitz, musste allerdings ohne den vierfachen Torschützen Mert Can Ünal auskommen. Für Gruber und Ünal rückten Gosch und Bösch in die Startformation. Der FC Lustenau zeigte sich vom frühen Rückstand unbeeindruckt und spielte mutig nach vorn. Mair hatte eine vielversprechende Möglichkeit, auch Junior sorgte für Gefahr.

Victor hatte die große Chance auf den Ausgleich, setzte seinen Schuss aber knapp am Tor vorbei. Hohenems verpasste seinerseits die Möglichkeit, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Liam Tripp konnte eine gute Gelegenheit zur Entscheidung nicht nutzen. So blieb die Partie bis in die Schlussphase offen. Dann musste Hohenems in Unterzahl um den Aufstieg zittern. Noel Bösch sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Für den Titelverteidiger hieß es damit, die letzten 20 Minuten mit zehn Mann zu überstehen. Lustenau drängte weiter, doch die Hohenemser Defensive hielt stand. Erst in der Nachspielzeit fiel die endgültige Entscheidung: Der eingewechselte Pierre Nagler (93.) traf aus spitzem Winkel zum 2:0 und erlöste die Gäste.

Auch in Hard entwickelte sich das erwartete Cupduell zu einem echten Krimi. Der Eliteliga-Klub durfte zunächst von der Sensation träumen. Sebastian Santin (20.) brachte die Gastgeberin Führung – und das ausgerechnet gegen seinen früheren Verein.
Rekord-Cupsieger Dornbirn, der im Vorjahr das Cupfinale erreicht hatte und in der laufenden Meisterschaft mit vier Siegen und einem Remis gestartet war, musste reagieren. Nach der Pause gelang dem Favorit der Ausgleich. Kristijan Makovec (52.) stieg bei einem Kopfball hoch und stellte auf 1:1. Am Ende setzte sich der Vorjahresfinalist aber glücklich im Elferkrimi (3:2) durch und schaffte ebenfalls den Sprung in die Runde der letzten Acht. VN-TK













