Schlussphase vom Feinsten – im Eiltempo zum Achtelfinalticket

Lustenau macht in Lafnitz in der Schlussphase aus einem 2:2 ein klares 6:2.
Lustenau Austria Lustenau hat im Uniqa ÖFB-Cup ein echtes Wechselbad der Gefühle erlebt und sich am Ende doch souverän das Achtelfinalticket gesichert. Beim SV Lafnitz musste der Bundesligist lange um den Aufstieg bangen, ehe die Partie in der Schlussphase völlig kippte. Aus einem offenen 2:2 wurde innerhalb von nur 16 Minuten ein 6:2-Erfolg für die Grün-Weißen, die damit den zweiten Regionalligisten im laufenden Cupbewerb eliminierten.
Markus Mader hatte seine Mannschaft nach dem 0:4 gegen die WSG Tirol kräftig verändert. Mit Böhm, Afrifa, Dominik Weixelbraun und Diarra standen nur vier Spieler erneut in der Startelf, sieben Akteure rückten neu in die Anfangsformation. Die Austria erwischte einen Traumstart. Nach gerade einmal 81 Sekunden traf Weixelbraun am Fünfer volley ins lange Eck und stellte auf 1:0.

Valentin Akrap nutzte einen Fehler in der Austria-Abwehr zum 1:1 (7.). Kurz darauf bekam Lustenau die große Chance, neuerlich vorzulegen. Weixelbraun wurde von Lafnitz-Torhüter Philip Angeler im Strafraum zu Fall gebracht, doch Sacha Delaye scheiterte mit seinem Elfmeter am Schlussmann der Steirer (9.).
Die Austria blieb gefährlich und kam zu weiteren Möglichkeiten, doch Weixelbraun und Anilson vergaben in der 29. Minute. Lafnitz zeigte sich effizienter. Michael Lema vollendete in der 32. Minute einen Konter zur 2:1-Führung für die Hausherren. Noch vor der Pause schlug Lustenau aber zurück. Lenn Jastremski traf in der 39. Minute zum 2:2 und sorgte damit für einen offenen zweiten Durchgang.
Lustenau erhöhte den Druck, fand zunächst aber keine entscheidende Lücke. Das änderte sich in der 72. Minute. Der kurz zuvor eingewechselte Antonio Verinac war sofort zur Stelle und brachte die Austria mit 3:2 in Führung.
Nur zwei Minuten später legte Benjamin nach und erhöhte auf 4:2. In der 85. Minute fiel schließlich das 5:2, als Bradaric ein Eigentor unterlief.
Das Schützenfest war noch nicht beendet. Ismailcebioglu, ebenfalls als Einwechselspieler gekommen, traf zum 6:2 und machte das halbe Dutzend für die Austria voll. Vier Treffer in der Schlussphase verwandelten den Cup-Krimi endgültig in eine klare Angelegenheit.
Damit steht Austria Lustenau wieder im Achtelfinale des ÖFB-Cups. In den vergangenen fünf Jahren war der Sprung unter die letzten 16 nur einmal gelungen. VN-TK



