Heimpremiere und Generalprobe

Alpla HC Hard heute gegen Spitzenreiter Ferlach unter Zugzwang.
Hard Die Auftaktniederlage in der HLA-Meisterliga soll beim Alpla HC Hard schnell abgehakt werden. Nach dem 33:35 bei Bruck/Trofaiach wartet am Mittwoch ab 19 Uhr das erste Punktspiel der Saison vor eigenem Publikum. Mit Tabellenführer Ferlach kommt dabei ein Gegner in die Teufelsarena, der den Hardern bereits in der vergangenen Saison große Probleme bereitete.

Lange Zeit zum Grübeln bleibt den Roten Teufeln ohnehin nicht. Die Begegnung gegen die Kärntner ist zugleich die Generalprobe für die Rückkehr auf die internationale Bühne. Bereits am Samstag steht in Serbien das Hinspiel gegen RK Dubocica im EHF European Cup auf dem Programm. Vor der eigenen Kulisse soll deshalb nicht nur der erste Heimsieg gelingen. Die Harder wollen Selbstvertrauen sammeln und möglichst mit einem guten Gefühl in das internationale Abenteuer starten.
Nach einer intensiven Sommervorbereitung geht es für die Mannschaft nun darum, sich Schritt für Schritt zu finden und die eigenen Ansprüche auf dem Spielfeld sichtbar zu machen. Kapitän Dejan Babic und Co. beabsichtigen in der Liga wieder jene Rolle einzunehmen, die mit dem Verein verbunden ist: Als Gegner soll man wissen, dass es in der Teufelsarena nichts geschenkt gibt und Punkte nur schwer mitzunehmen sind.

Die erste Gelegenheit, dieses Signal auszusenden, bietet sich gegen Ferlach. Die Mannschaft will dabei vor allem aus der Auftaktpartie lernen. Nur wenige Tage nach dem Spiel in der Steiermark blieb wenig Zeit, um Fehler aufzuarbeiten und gleichzeitig an den eigenen Abläufen zu feilen. Ein Schwerpunkt in den Trainingseinheiten lag deshalb auf der Defensive. Insbesondere im Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhütern will sich Hard deutlich stabiler präsentieren.
Gegen Ferlach dürfte eine Steigerung auch deshalb notwendig sein, weil die Kärntner zu den unangenehmsten Kontrahenten der Harder zählen. Beide direkten Duelle der vergangenen Saison gingen verloren. Vieles funktionierte damals aus Sicht der Vorarlberger nicht wie erhofft, entsprechend groß ist nun der Ansporn, diesmal ein anderes Gesicht zu zeigen.

Mit Headcoach Spyros Balomenos und Co-Trainer Thomas Weber an der Seitenlinie, einem veränderten Kader und der Unterstützung des eigenen Publikums soll die Trendwende gelingen. Gegen den Tabellenführer geht es damit um mehr als nur zwei Punkte. Die Heimpremiere ist zugleich eine erste Standortbestimmung für das neue Harder Team – und die letzte Chance, vor dem Europacup-Auftritt wichtige Erkenntnisse zu gewinnen.