Ländle-Quintett mit dem Rücken zur Wand

Fünf der acht Vorarlberger Regionalligisten stehen ganz hinten in der Tabelle.
Schwarzach Während der FC Dornbirn und der VfB Hohenems die Zwischenwertung nach sechs von Runden in der Regionalliga West anführen, stehen fünf von acht Vorarlberger Vertretern im Kampf um den Klassenerhalt mit dem Rücken zur Wand. Für Schlusslicht FC Lustenau und den Vorletzten FC Lauterach wäre die Saison nach aktuellem Stand mit dem Abstieg in die VOL.AT-Eliteliga verbunden.

Ein Fünftel der Meisterschaft ist absolviert, von einer Vorentscheidung kann deshalb noch keine Rede sein. Dennoch ist die Ausgangslage für den die SCR Altach Juniors (12. Rang, 5 Punkte), das Aufstiegsduo FC Wolfurt und SV Lochau mit je vier Punkten auf den Plätzen 13 und 14 sowie den FC Lauterach und Schlusslicht FC Lustenau (je zwei Zähler) deutlich angespannter.
Eine besondere Bedeutung kommt deshalb den direkten Duellen der Vorarlberger Klubs zu. Für die Mannschaften im Tabellenkeller geht es dabei nicht nur um drei Punkte: Ein Sieg bringt den Gewinner im Abstiegskampf nach vorn und bremst zugleich einen unmittelbaren Konkurrenten.

Während mehrere Vorarlberger Vereine früh um den Klassenerhalt kämpfen, präsentieren sich einige Tiroler Mannschaften überraschend stark. Aufsteiger St. Johann liegt mit zehn Punkten auf Rang vier, der ebenfalls aufgestiegene SV Fügen (6.) hält bei neun Zählern und die WSG Tirol Juniors (10.) halten bei sieben Punkten.
Auch Schwaz (5.), Kitzbühel (7.), Reichenau (8.) und Kufstein (11.) befinden sich nach sechs Runden zunächst außerhalb der unmittelbaren Abstiegszone. Für den SC Röthis ist die Lage mit acht Punkten auf Rang neun ebenfalls vergleichsweise entspannt.
Zahl der Absteiger hängt von der 2. Liga ab
Wie viele Klubs am Ende tatsächlich aus der Regionalliga West absteigen müssen, ist zudem von den Entscheidungen in der 2. Liga abhängig. Normalerweise sind zwei Absteiger vorgesehen, sofern der Meister der Regionalliga West den Aufstieg über die Relegation nicht schafft.
Dort trifft der Westmeister in Hin- und Rückspiel auf den Champion aus Salzburg/Oberösterreich. Gelingt der Aufstieg in die 2. Liga und kommt gleichzeitig kein Verein aus dem Westen aus der zweithöchsten Spielklasse herunter, würde sich die Zahl der Absteiger aus der Regionalliga West auf einen Klub reduzieren.
Umgekehrt droht ein deutlich schärferes Szenario: Steigt ein Verein aus der 2. Liga in den Westen ab und schafft gleichzeitig kein Regionalligist den Aufstieg, könnten am Saisonende sogar drei Mannschaften in die Eliteliga müssen. VN-TK