Hohenemserin Anna Bachmann rast bei EM zu Bronze

Knapp 63 Stunden im Sattel: Radass fährt über 1.000 Kilometer zu Platz drei.
Hohenems Die aus Hohenems stammende österreichische Staatsmeisterin Anna Bachmann hat bei der Europameisterschaft im Unsupported Ultracycling die Bronzemedaille gewonnen. Beim Race Across Austria 1000 East To West bewältigte die Hohenemserin rund 1.000 Kilometer und etwa 16.000 Höhenmeter quer durch Österreich. Nach 62 Stunden und 57 Minuten erreichte sie das Ziel und sicherte sich damit den dritten Platz bei der WUCA-Europameisterschaft.
Schneller waren nur zwei Deutsche: Michaela Freudenstein gewann die Damenwertung unter 50 Jahren in 50 Stunden und sieben Minuten. Katharina Stockbauer folgte mit einer Zeit von 60 Stunden und elf Minuten auf Rang zwei. Bachmann komplettierte das Podest nach einer außergewöhnlichen Ausdauerleistung.
Für die Emserin ist die Bronzemedaille der nächste internationale Erfolg in einer bereits bemerkenswerten Ultraradsport-Karriere. 2018 sorgte Bachmann, damals 27 Jahre alt, beim Race Around Austria auf der Extremdistanz für Aufsehen. Die Topfahrerin gewann den Bewerb über 2.200 Kilometer und stellte dabei den damaligen Streckenrekord auf.

Nach mehreren Jahren Pause meldete sich Bachmann 2025 eindrucksvoll im Spitzensport zurück. Gemeinsam mit Elena Roch gewann sie den österreichischen Meistertitel im 24-Stunden-Zweierbewerb. Dabei legte das Duo 860 Kilometer zurück und stellte einen neuen Streckenrekord auf.
Nun folgt mit Bronze bei der WUCA-Europameisterschaft der nächste internationale Podestplatz. Dass Bachmann dafür fast 63 Stunden unterwegs war, macht die Dimension der Leistung deutlich. VN-TK