“Wechsel ist ein Schritt nach vorne”

Sport / 09.09.2026 • 15:04 Uhr
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Österreichs Nationalspieler Vinzenz Rohrer erwartet sich viel von seinem Wechsel nach Zug. gepa

Vinzenz Rohrer schlägt beim EV Zug ein neues Kapitel auf. Der 21-jährige Rankweiler hat die NHL aber weiterhin fest im Visier.

Rankweil/Zug Der nächste Schritt führt Vinzenz Rohrer innerhalb der Schweizer National League zum EV Zug. Nach drei Jahren bei den ZSC Lions beginnt für den 21-jährigen Vorarlberger damit ein neues Kapitel. Einen Rückschritt sieht Österreichs Nationalspieler darin keineswegs. “Ich glaube, was der EVZ vorhat und was ich mir persönlich vorgenommen habe, passt sehr gut zusammen. Ich spüre hier grosses Vertrauen. Für mich ist der Wechsel ein Schritt nach vorne – persönlich wie auch im Eishockey. Die Infrastruktur, die Professionalität, das OYM – all das ist ein grosser Anreiz”, wie Rohrer in einem ausführlichen Gespräch mit Pascal Moser für die Zuger Woche erklärte.

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Dass Rohrer den Sprung nach Nordamerika schaffen will, ist längst kein Geheimnis. Die Montreal Canadiens sicherten sich den Vorarlberger 2022 beim NHL-Draft in der dritten Runde an 75. Stelle. Nach seiner Saison in Zürich sammelte Rohrer zuletzt auch erste Erfahrungen im nordamerikanischen Profi-Eishockey. Für Laval Rocket, das Farmteam der Canadiens, absolvierte er sein AHL-Debüt.

Bereits im Sommer 2025 hatte sich der Rankweiler länger in Montreal aufgehalten und durfte sich im Rahmen der Vorbereitung bei den Canadiens präsentieren. Der NHL-Traum ist damit greifbar, auch wenn Rohrer zunächst wieder in der Schweiz angreifen wird. “Während der laufenden Saison wird das wohl kaum ein Thema sein. Was nach der Saison passiert, wird sich zeigen.”

“Speed und der Wille”

Vinzenz Rohrer, EV Zug
Vinzenz Rohrer im Dress des EV Zug.

In Zug will sich Rohrer vor allem weiterentwickeln und seine Stärken einbringen. “Ich bringe viel Laufbereitschaft aufs Eis, bin sehr kompetitiv und gehe gerne in die Zweikämpfe. Dazu kommen mein Speed und der Wille, jeden Tag besser zu werden. Ich bin sehr motiviert, an Details zu arbeiten und mich in kleinen Dingen weiterzuentwickeln. Auch das passt sehr gut zum EVZ und zu dem Weg, den der Klub eingeschlagen hat.”

Den Unterschied zwischen Schweizer und nordamerikanischem Eishockey kennt Rohrer inzwischen aus nächster Nähe – einen NHL-Einsatz hat er allerdings noch nicht bestritten. “Ich selbst habe noch kein NHL-Spiel bestritten, deshalb kann ich das nur von aussen beurteilen. Sicher ist das kleinere Eisfeld ein grosser Unterschied. Das Spiel ist dadurch nochmals schneller, die Entscheidungen müssen noch früher getroffen werden. Zudem ist die individuelle Qualität der Spieler enorm hoch.”

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Sein persönlicher Fahrplan für die kommende Saison bleibt trotzdem bewusst bodenständig. “Für mich geht es darum, meine Lernbereitschaft aufrechtzuerhalten, neugierig zu bleiben und mit einer positiven Einstellung in jeden Tag zu gehen. Wenn mir das über eine ganze Saison gelingt, bin ich überzeugt, dass automatisch viele gute Dinge entstehen. Gleichzeitig liegt der Fokus auf dem Team. Auch hier werden wir alles versuchen, um erfolgreich zu sein.”

Bei allen sportlichen Ambitionen hat Rohrer auch abseits des Eishockeys einen großen Wunsch. “Ich wünsche mir, irgendwann ein erfülltes Leben mit einer Familie führen zu können. Das ist für mich ein grosser persönlicher Traum abseits des Sports.”

Vorerst steht für den 21-Jährigen allerdings wieder das tägliche Arbeiten auf dem Eis im Mittelpunkt. Der EV Zug soll dabei die nächste Station auf seinem Weg Richtung NHL sein.