30 Sekunden fehlten zum Europacup-Coup

Sport / 13.09.2026 • 13:27 Uhr
HC Hard Europacup
Alpla HC Hard lieferte einen wahren Krimi im Auswärtsspiel im Europacup. Verein

ALPLA HC Hard verliert beim RK Dubočica in einem packenden Krimi mit 33:34. Vor dem Rückspiel ist für die Roten Teufel alles drin – zwei Tore fehlen zum Aufstieg.

Dubočica 30 Sekunden fehlten dem ALPLA HC Hard zu einem perfekten Europacup-Auftakt. In einer bis zur letzten Sekunde offenen Partie mussten sich die Roten Teufel beim RK Dubočica mit 33:34 (19:16) geschlagen geben. Damit ist vor dem Rückspiel am 19. September in der Sporthalle am See noch alles offen: Mit einem Zwei-Tore-Sieg würde Hard die nächste Runde erreichen.

Von Beginn an entwickelte sich in der lautstarken Arena ein temporeiches und körperbetontes Duell. Nach zehn Minuten stand es 6:6, ehe Hard zunehmend das Kommando übernahm. Nico Sager und Ante Tokic setzten wichtige Akzente, offensiv fanden die Vorarlberger gute Lösungen und nutzten ihre Überzahlsituationen konsequent.

HC Hard Europacup
Die roten Teufel vom Bodensee agierten bei hitziger Atmosphäre richtig stark, schafften beinahe die Sensation. Verein

Auch ein Zwischenfall in der 16. Minute brachte Hard nicht aus dem Rhythmus. Nach einem Schlag ins Gesicht von Lukas Fritsch sah Petrovic die Rote Karte. Die Roten Teufel blieben fokussiert, Youngster Berkant Cirit holte zwei Siebenmeter heraus. In der 23. Minute kam zudem der erst 18-jährige Leandro Kocar aus dem eigenen Nachwuchs zu seinem ersten Europacup-Einsatz.

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Hard hatte nun seine stärkste Phase. Robin Lürzer erhöhte in der 29. Minute auf 19:15, ehe Dubočica kurz vor der Pause in doppelter Überzahl noch einmal verkürzte. Mit 19:16 für Hard ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel kippte das Momentum zunächst. Die Gastgeber kamen mit einem 4:0-Lauf aus der Pause und drehten die Partie. Beim 21:20 reagierte Hard-Coach Spyros Balomenos mit einer Auszeit. Die Wirkung blieb nicht aus: Matthias Hild und Ante Tokic brachten die Roten Teufel wieder in Führung.

Danach entwickelte sich ein echter Europacup-Fight. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Besonders stark präsentierte sich Leandro Kocar, der einen freien Wurf parierte und wenig später erneut zur Stelle war. Lukas Fritsch stellte in der 48. Minute auf 26:24, Kapitän Dejan Babic erhöhte zehn Minuten vor Schluss auf 29:27.

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Doch Dubočica kämpfte sich zurück. In der 55. Minute fiel zunächst der Anschlusstreffer, kurz darauf der Ausgleich zum 30:30. Nun ging es Schlag auf Schlag: Nikolic brachte die Gastgeber mit 31:30 in Führung, Tokic glich aus. Matthias Hild legte mit einem Doppelpack nach, doch die Serben blieben dran.

Beim 33:33 war alles offen. Dann folgte der bittere Schlusspunkt: 30 Sekunden vor der Sirene traf Dubočica zum 34:33. Hard hatte noch die Chance auf den Ausgleich, konnte sie aber nicht mehr nutzen.

“Es war eine coole erste Europacup-Erfahrung mit einer unglaublichen Stimmung hier in der Arena. Wir haben gut gespielt. Leider haben wir ein paar Chancen vergeben und zu viele, vor allem unnötige Zweiminutenstrafen bekommen. Am Ende ist das Spiel mit minus eins ausgegangen, und es gibt ein Rückspiel, darauf freuen wir uns schon sehr!”, sagte Nico Sager.