Oberliga-Auftakt nach Maß für den HC Tigers

Die Neo-Dornbirner gaben den Selber Löwen mit 4:3 das Nachsehen.
Dornbirn Dornbirn Nichts für schwache Nerven war das erste Antreten des HC Tigers in der Oberliga Süd auf eigenem Eis. Die von etwa 400 stimmgewaltigen Fans im Retro-Look nach vorne gepeitschten Selber Löwen schafften nämlich nach einem 0:2 und 2:3-Rückstand jeweils den Gleichstand, der „Lucky Punch“ gelang jedoch den Cracks von Coach Märt Eerme 42 Sekunden vor der Schlusssirene. Aber der Reihe nach. Die Tigers starteten wie die Kugel aus dem Rohr. Bereits in Minute zwei ließ Timo Sticha das Netz der Gäste zur 1:0-Führung zappeln. Hiernach begegneten die Teams mit offenem Visier, beide Keeper hatten jede Menge zu tun. Am Ende des ersten und zu Beginn des zweiten Drittels hagelte es hüben und drüben Strafen en masse, worunter der Spielfluss deutlich litt. Dann wurde doch wieder Eishockey gespielt und während HCT-Goalie Lorenz Widhalm über sich hinauswuchs, nützte der Este Morten Jürgens nach idealem Zuspiel von Gustav Lindström das Momentum zum 2:0 (29.).
Die Oberfranken reagierten darauf mit wütenden Angriffen und kamen wenige Sekunden vor der zweiten Pausenerfrischung durch Philip Rudin zum Anschlusstreffer. Der Schlussabschnitt verlief- begleitet von der nächsten Strafenorgie – hochdramatisch. Aidan Brown schaffte im Powerplay den Ausgleich (43.), Jürgens schnürte zwei Zeigerumdrehungen später einen Doppelpack zum 3:2, Dominik Müller traf zum neuerlichen Ausgleich (56.) und als alles auf eine Overtime hindeutete, hämmerte Luis Ludin das Spielgerät zum umjubelten 4:3-Endstand in den gegnerischen Kasten (60.) SIHA