Aufgerüstet oder verzockt? Das Transferzeugnis in der VOL.AT-Eliteliga

Sport / 22.09.2026 • 14:31 Uhr
Transfercoug gelang Bizau: Julian Wiessmeier kickt im Would. VN-Stiplovsek
Transfercoup gelang Bizau: Julian Wiessmeier kickt im Wald. VN-Stiplovsek

Vier Einser, sechs Zweier, vier Dreier: die knallharte Abrechnung zum neuen Team.

Schwarzach Das Transferzeugnis der 14 VOL.AT-Eliteliga-Klubs fällt überraschend deutlich aus. Nach sechs von insgesamt 13 Runden des Herbstdurchgangs lässt sich erkennen, welche Vereine im Sommer besonders viel Qualität in ihre Kader gebracht haben.

Uelder Barbosa schnürt für Rotenberg die Schuhe. VN-Stiplovsek
Uelder Barbosa schnürt für Rotenberg die Schuhe. VN-Stiplovsek

So viele Neuzugänge und Verstärkungen auf nahezu allen Positionen gab es in der VOL.AT-Eliteliga selten zuvor. Zur Halbzeit der Herbstrunde zeigt sich die Liga so ausgeglichen wie schon lange nicht mehr. Lediglich sieben Punkte liegen zwischen dem Tabellendritten Nenzing und Schlusslicht Austria Lustenau Amateure.

An der Spitze trennen die ersten drei Mannschaften gerade einmal fünf Zähler. Spitzenreiter Egg hat sich damit zwar an die Spitze gesetzt, doch dahinter lauert Rotenberg mit lediglich zwei Zählern Abstand. Das Verfolgersextett mit Nenzing, Admira Dornbirn, Dornbirner SV, Hard, Bizau und Schlins besteht großteils aus Klubs, die bereits Erfahrung in der Regionalliga West gesammelt haben.

Jan Stefanon stürmt für Egg. Verein FC Egg
Jan Stefanon stürmt für Egg. Verein

Das Transferzeugnis zeigt, dass sich zahlreiche Vereine im Sommer viel vorgenommen haben. Die Bestnote 1 erhalten Egg, Rotenberg, Bizau und Nenzing. Egg konnte zum genialen Angreifer Dominik Fessler noch Ex-Profi Jan Stefanon verpflichten und damit nochmals Qualität in die Offensive bringen. Rotenberg verpflichtete Luka Hammer als neue Nummer eins und legte auch im Angriff nach. Uelder Barbosa Mendes soll für zusätzliche Torgefahr sorgen.

Luka Hammer steht in Rotenberg im Tor. VN-Paulitsch
Luka Hammer steht in Rotenberg im Tor. VN-Paulitsch

Mit den Ex-Profis Julian Wiessmeier und Ivo Kralj kamen in Bizau zwei Spieler mit reichlich Erfahrung hinzu. Außerdem wurden Hakan Cansiz, Lorenz Beer, Boro Todorovic und Reinaldo Ribeiro verpflichtet. Nenzing setzte gezielt auf die Außenbahnen und holte mit Leon Dobler und Oasis Amenaghawon zwei Talente, die dem guten Kader neue Möglichkeiten geben.

Nenzing mit Neotrainer Daniele Polverino hat zwei junge Talente geholt. Verein FC Nenzing
Nenzing mit Neotrainer Daniele Polverino hat zwei junge Talente geholt. Verein

Die Note 2 geht an Admira Dornbirn, den Dornbirner SV, Hard, Andelsbuch, Feldkirch und Ludesch. Bei der Admira gab es mit acht Neuzugängen einen totalen Umbruch. Acht Neue bei Admira Dornbirn. Hard setzte neben den Eigenbauspielern auf gezielte Verstärkungen. Sportchef Christian Tschofen ergänzte die Mannschaft mit Wirth, Tas, Kum, Karlidag und Stajnko. Andelsbuch verpflichtete mit Lampert, Pineiro, Sahin und Kappei gleich vier neue Spieler. Feldkirch rüstete auf und holte Morscher sowie Jimoh, Yilmaz, Mindawi, Bah und Rakic. In Ludesch kamen neue Spieler vom FC Dornbirn dazu. Außerdem wurden mit Petrovic aus Koblach und Comebacker Dario Müller weitere Verstärkungen geholt.

Wechsel von Dornbirn nach Feldkirch: Raphael Morscher soll die Abwehr der Blau-Weißen stabilisieren. VN-TK
Wechsel von Dornbirn nach Feldkirch: Raphael Morscher soll die Abwehr der Blau-Weißen stabilisieren. VN-TK

Die Note 3 erhalten die Neulinge Schlins, Riefensberg und Alberschwende sowie die Austria Lustenau Amateure. Schlins holte Tschann. Neu in Alberschwende sind Mutu, Bokanovic und Thurnher. Austria Lustenau Amateure setzt auf junge Talente.

Miguel Mayr spielt bei Admira Dornbirn. VN-TK
Miguel Mayr spielt bei Admira Dornbirn. VN-TK

Langzeitverletzungen, berufliche Gründe und Urlaube sorgen dafür, dass bei etlichen Klubs wichtige Spieler fehlten oder fehlen werden. Ein Transferzeugnis bewertet zunächst die Arbeit auf dem Papier – ob sich diese Verstärkungen auch dauerhaft in Punkten und Tabellenplätzen niederschlagen, wird sich erst im weiteren Saisonverlauf zeigen. Für Spannung ist gesorgt. VN-TK