“Ich glaube an die Arbeit, mehr als an das Talent”

Sport / 24.09.2026 • 13:41 Uhr
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Martin Brenner zeigt seit Sommer bei SW Bregenz, in welche Richtung es geht. Bislang hat seine Arbeit überzeugt. gepa

SWB-Trainer Martin Brenner zieht nach sieben Runden Bilanz, spricht über die Auswärtsschwäche und erklärt, wohin das japanische Projekt führen soll.

Bregenz Zehn Punkte zum Saisonstart, 23 neue Spieler und eine neue Spielidee: Bei SW Bregenz hat sich seit dem Sommer vieles verändert. Martin Brenner (40), der erst im Sommer 2026 unterschrieben hat und bis Sommer 2027 unter Vertrag steht – mit Option auf ein weiteres Jahr –, sieht den Klub auf dem richtigen Weg.

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Vier Auswärtsspiele, ein Punkt: Besonders die Niederlage in St. Pölten beschäftigt Brenner. “Irgendwie lässt mich die Niederlage in St. Pölten nicht los. Sie war für mich ein Stück weit sinnbildlich. Wir müssen lernen, unsere Energie und unsere Spielweise über die gesamte Spielzeit noch besser zu steuern.”

Neue Lösungen gefragt

“In diesem Bereich wollen wir etwas verändern”, sagt Brenner. Auch taktisch will Brenner reagieren. “Das kann bedeuten, dass wir den Ball länger in den eigenen Reihen halten, um Kräfte zu sparen. Gleichzeitig wollen wir auch in der Lage sein, uns phasenweise in einen kompakten Block zurückzuziehen.”

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Kapitän William und der SWB sind nach dem Umbruch schnell in der 2. Liga angekommen. gepa

Mit der Entwicklung seit Sommer ist der Trainer zufrieden. “Wir zeigen bereits einen Fußball, der unserer Idee entspricht. Wir wollen intensiv, mutig und aktiv spielen und entwickeln uns dabei jeden Tag weiter.” Für die weitere Saison seien auch auswärts Punkte wichtig. “Holen wir in der Fremde zwischen 15 und 20 Zähler und in der Heimat über 30 Punkte, schaut die Welt tabellarisch gut aus.”

23 neue Spieler

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Dass es trotz des Umbruchs schnell vorangeht, führt Brenner auf die tägliche Arbeit zurück. “Na ja, wir arbeiten auch sehr intensiv, und das jeden Tag.” Einfach sei der Neustart nicht gewesen: “Es sind 23 neue Spieler gekommen, dazu eine neue Spielidee und auch die vielen Kulturen.” Seine Überzeugung ist klar: “Aber ohne Arbeit geht nichts. Ich glaube an die Arbeit, mehr als an das Talent.”

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Atsushi Zaizen und Co. rangieren in der Liga auf dem neunten Tabellenplatz. gepa

Auch das Umfeld der Mannschaft wurde professioneller. Die Spieler bleiben nach dem Training, machen Kraftübungen, nutzen den festangestellten Physio und essen gemeinsam. “Das alles sind die Dinge, die den Zusammenhalt fördern.” Auch mit seinem Trainerteam ist Brenner zufrieden: “Dazu habe ich einen sehr professionellen Trainerstab, der super besetzt ist.”

Brenner genießt die Aufgabe

Warum macht die Arbeit in Bregenz Spaß? Weil Brenner seine Vorstellungen einbringen kann. “Sehr, weil ich meine Ideen voll einbringen kann und gemeinsam mit dem sportlich Verantwortlichen eine Mannschaft formen kann. Und wir gehen mit der Idee, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Das sieht man hoffentlich auch auf dem Feld.”

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In den Heimspielen zauberten die Bregenzer bislang, haben alle Matches gewonnen. gepa

Eng ist die Zusammenarbeit mit Sportdirektor und Investor Takashi Okuri. Okuri verfolgt Trainings und Videoanalysen per Video aus Japan und hat auch die GPS-Daten der Mannschaft im Blick.

Geduld mit dem Projekt

Für die weitere Entwicklung des Projekts hat Brenner eine klare Vorstellung. “Wo wir hinwollen, ist klar. Unser Ziel ist maximaler Erfolg. Das bedeutet, dass wir jeden Tag das Maximum aus uns herausholen wollen. Wohin uns das am Ende der Saison führt, werden wir sehen.” Als Beispiel nennt er Austria Lustenau: “2024/25 wären sie fast abgestiegen, ein Jahr später spielen sie Bundesliga.”

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Das japanische Projekt werde im Bregenzer Umfeld inzwischen positiv aufgenommen. Das spüre Brenner bei den Heimspielen. Zu den Entwicklungen rund um Alexandre Dorta, der als Berater von Investor Okuri nicht mehr beim Klub tätig ist, sagt Brenner: “Persönlich macht mich sein Abschied traurig, weil Alex die Person war, die mich zu diesem Klub gebracht hat. Auch wenn er jetzt nicht mehr im Klub ist, bleibt er für mich eine sehr wichtige Person in diesem Projekt.”