Pioneers verlieren auch Spiel fünf

Feldkirch verspielt zwei Führungen und unterliegt Fehérvár mit 2:3.
Feldkirch “Es ist wieder einmal sehr bitter für uns gelaufen. Schon wieder verlieren wir ein Spiel mit nur einem Tor Unterschied.” Für Alex Caffi und die Pioneers Vorarlberg reichte es auch im fünften Saisonspiel zu keinem Zähler. “Wir müssen positiv bleiben und nach vorne schauen”, forderte der Goalie nach dem 2:3 gegen Fehérvár. Die Niederlage gegen die Ungarn besiegelt den schlechtesten Saisonstart der Feldkircher seit dem Ligaeinstieg. Die Montfortstädter stehen als einziges Team der ICE Hockey League weiterhin punktlos am Tabellenende.

Frühe Führung für die Hausherren
Dabei begann das vierte Heimspiel für die Hausherren, die auf den angeschlagenen Angreifer Jesse Seppälä verzichten mussten, nach Maß. Erstmals in dieser Saison erzielten die Feldkircher den ersten Treffer einer Partie. In der vierten Minute zog Kapitän Guus van Nes von der blauen Linie ab, und Fehérvár-Keeper Rasmus Reijola griff ins Leere. Für den Niederländer war es bereits das fünfte Saisontor.
Die Ungarn, die tags zuvor in Innsbruck mit 0:2 verloren hatten, zeigten sich davon unbeeindruckt. Keine zwei Minuten später nutzte Gästestürmer Janos Hari einen Rebound eiskalt zum 1:1-Ausgleich. In der Folge entwickelte sich eine offene Begegnung mit wenigen Hochkarätern. In der 15. Minute verhinderte Caffi mit einem Blitzreflex gegen den allein heranstürmenden Trevor Cheek den Rückstand. Weil die Gastgeber kurz vor Drittelende eine Überzahlphase ungenutzt verstreichen ließen, blieb es beim 1:1.

Hari leitet die Wende ein
Ausgerechnet das bisherige Sorgenkind brachte die neuerliche Pioneers-Führung: Im Powerplay bugsierte Noah Serdachny den Puck in der 30. Minute zur 2:1-Führung über die Torlinie. Dies war erst der dritte Überzahltreffer im 23. Saisonversuch der Feldkircher.
Die Freude währte jedoch nur kurz, denn die Gäste übernahmen sofort das Kommando. Hauptverantwortlich für die Wende zeichnete der 34-jährige Hari. In der 35. Minute narrte der ungarische Routinier die PIV-Abwehr und bediente Cheek, der die Scheibe mühelos zum 2:2 ins lange Eck schob. Nur 90 Sekunden später glänzte der Stürmer erneut als Passgeber. Sein Zuspiel hämmerte Justin MacPherson vom Bullykreis per One-Timer zum 2:3 in die Maschen (36.). Binnen zwei Minuten hatten die Ungarn das Match gedreht.
Späte Schlussoffensive bleibt unbelohnt

Im Schlussdrittel verwalteten die abgezockten Gäste den Vorsprung routiniert und leisteten sich den Luxus, zwei eigene Powerplays ungenutzt zu lassen. Damit bleiben die Feldkircher weiterhin das einzige Ligateam, das in Unterzahl ohne Gegentreffer dasteht. Ein schwacher Trost, denn erst in den letzten fünf Minuten konnten die Pioneers nochmals echten Druck aufbauen. Trotzdem änderte sich nichts mehr am Ergebnis, da sowohl Ben Summer als auch van Nes im dramatischen Finish am stark reagierenden Reijola scheiterten.
Für die Montfortstädter geht es am 30. September mit dem Westderby in Innsbruck weiter.