Bregenz lässt sich von nichts aus der Bahn werfen

Rang drei nach Premieren-Heimsieg von Neo-Coach Julian Rauch als verdienter Lohn.
Bregenz Ungewohnter Spieltermin, lange Verletztenliste und ein Gegner, der Bregenz alles abverlangte: Am vierten Spieltag der HLA-Meisterliga bewältigte die Mannschaft von Neo-Coach Julian Rauch sämtliche Hindernisse und feierte mit dem 34:27 (16:15) gegen Aufsteiger Atzgersdorf den ersten Heimsieg.

Ulmer, Brkic und Wäger fehlten
Die Voraussetzungen waren alles andere als ideal. Lukas Ulmer fällt nach seinem Handgelenkbruch zumindest zwei Monate aus. Auch Goalie Berin Brkic, den eine Leistenverletzung bremste, und Abwehrchef Philipp Wäger, der sich im Abschlusstraining am Fuß verletzte, standen nicht zur Verfügung. Rauch musste deshalb viel improvisieren und die Kräfte seiner Mannschaft geschickt verteilen.



Gerade in der Defensive war zunächst zu sehen, dass die Abstimmung im Mittelblock nicht wie gewohnt funktionierte. Bregenz fand aber zunehmend besser in die Partie. “Entscheidend war, dass Lösungen gefunden und Absprachen getroffen wurden – die Mannschaft wurde in diesen Situationen umso besser, je länger die Partie dauerte”, erklärte Rauch.

Bergmayer hält Bregenz auf Kurs
Der entscheidende Impuls folgte nach der 16:15-Pausenführung. Nachdem Max Bergmayer bereits zwei Zeitstrafen kassiert hatte, rückte Elias Mager in den Innenblock, setzte starke Akzente und half mit, die Abwehr zu stabilisieren.
Ein wichtiger Rückhalt war auch Goalie Jonas Bergmayer. Mit 14 Paraden, darunter drei Siebenmetern, wurde er zum Spieler des Abends gewählt. “Wir haben uns vorgenommen, den ersten Sieg zu Hause zu holen. Nach einem schwierigen Start haben wir es geschafft, die Mitte in der Abwehr dichtzuhalten und viele Schüsse von außen zu erzwingen. Das war ein Faktor, warum wir den Vorsprung herausspielen konnten”, sagte Bergmayer.

Offensiv sorgte das Legionärsduo Mindaugas “Minde” Dumcius und Gudmundur Bragi Astthorsson für Furore. Dumcius traf zehnmal, Astthorsson steuerte acht Tore bei. Damit halten die beiden bei 35 beziehungsweise 33 Treffern. Gemeinsam erzielten sie bereits 68 der insgesamt 129 Bregenzer Saisontore.

Mit dem Heimsieg rangiert Bregenz mit 5:3 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Nun gilt es, der Aufwärtstrend kommenden Sonntag (16:30 Uhr) beim Tabellen-Siebten Graz zu bestätigt.