Christoph Lampert triumphiert beim Saisonfinale

St.-Agatha-Bergrennen mit erfolgreicher Vorarlberger Beteiligung.
ESTHOFEN Die Elite der heimischen Automobilsportler war mit acht Startern beim traditionellen Bergrennen Esthofen-St.-Agatha vertreten. Der anspruchsvolle Bergklassiker zählte unter anderem zur österreichischen Automobil-Bergmeisterschaft, die in Oberösterreich ihr Finale austrug. Insgesamt beteiligten sich über 200 Fahrer aus elf Nationen.
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Seit 1980 bietet die Veranstaltung im Hausruckviertel den Bergspezialisten eine Bühne, um ihre Boliden auf der 2,734 Kilometer langen Strecke an ihre Grenzen zu bringen. Als einer der Favoriten ging auch Christoph Lampert aus Nofels an den Start.
Spitzengeschwindigkeit von 226 km/h
Für den 44-jährigen Lampert war der Auftritt allerdings mit einer ungewohnten Situation verbunden: Statt seines gewohnten schwarzen Rennwagens saß er diesmal in einem roten Sportprototyp. Da sein eigener Bolide kurz vor dem Verkauf steht, entschied er sich, diesen nicht der Gefahr einer Beschädigung auszusetzen. Kurzerhand konnte sich Lampert einen baugleichen Nova NP 01–2 C Honda Turbo vom Franzosen Sébastien Petit ausleihen.




Dass der Fahrzeugwechsel seiner Performance keinen Abbruch tat, stellte Lampert eindrucksvoll unter Beweis. Bereits im Training unterbot er auf der bekannten Highspeedstrecke die Marke von einer Minute. Mit einer Bestzeit in Lauf 1 von 56,184 Sekunden und einer Spitzengeschwindigkeit von 226 km/h demonstrierte Lampert einmal mehr sein Können. “Den bestehenden Streckenrekord verpasste ich nur denkbar knapp, aber für den Gesamtsieg hat es gereicht”, so Lampert.
Comeback durch Radnabe gestoppt
Markus Burtscher aus Vandans hatte nach mehr als zehn Jahren Pause seine Leidenschaft für den Motorsport wiederentdeckt. Bereits früher war er bei Bergrennen sowie bei Autoslaloms im Ländle erfolgreich am Start. Für seinen Wiedereinstieg gönnte er sich einen erst zwei Jahre alten Wolf GB08. Der Single-Seater-Sportprototyp wird von einem Aprilia-1100-ccm-Motor angetrieben und leistet rund 230 PS. Im ersten Rennlauf geriet Burtscher wegen einer gebrochenen Radnabe von der Strecke und rutschte glücklicherweise lediglich durch die Wiese, womit ein Start im zweiten Rennlauf nicht mehr möglich war. Trotz des Rückschlags blickt der 45-Jährige bereits nach vorne: Beim Saisonfinale des 47. Vorarlberger Dinovino Automobil Cups am Eichenberg (10./11. Oktober) will Burtscher wieder an den Start gehen.


Der Alberschwender Alexander Sohm brachte seinen technisch aufwendig ausgestatteten Mazda 323 Turbo nach Oberösterreich und stellte sich dort dem Saisonfinale. In der Gruppe 2 belegte Sohm den sechsten Rang und ließ damit auch seinen Landsmann und Kollegen Julian Gmeiner hinter sich. Gmeiner erreichte mit seinem BMW E36 M3 den zwölften Platz in der Klasse. Für einen weiteren Achtungserfolg sorgte der Thüringer Patrick Schrottenbaum, der mit seinem Ford Focus RS auf den 20. Rang in der Gruppe fuhr.


In der Gruppe drei zeigte auch der Riefensberger Thomas Feuerstein eine solide Leistung. Mit seinem Opel Kadett C Coupé belegte er unter 20 gewerteten Teilnehmern den neunten Rang und zeigte sich mit dem Rennverlauf zufrieden.


Weniger glücklich verlief das Wochenende für den Höchster Werner Walser. Mit seinem Opel Kadett C wurde er bereits im ersten Trainingslauf von einem technischen Problem gestoppt.

Mit dem Feldkircher Walter Terler (66) war zudem ein erfahrener und langjähriger Teilnehmer sowie echter Evergreen der Vorarlberger Bergrennszene am Start. Mit seinem Opel Kadett C in der Gruppe 5 sicherte er sich den siebten Platz trotz schlechter Reifenwahl. Manfred Noger

