Historische Premiere: Alex Furmanek erkämpft WM-Bronze

Der 13-jährige KKU-Hard-Athlet schreibt Geschichte und gewinnt Vorarlbergs erste WAKO-Nachwuchs-WM-Medaille.
Jesolo Alex Furmanek von der Karate- und Kickboxunion Hard hat bei der WAKO-Nachwuchs-Weltmeisterschaft in Jesolo für einen historischen Erfolg gesorgt. Der 13-jährige Gaißauer gewann in der Kategorie Pointfighting Cadets bis 42 kg die Bronzemedaille und holte damit die erste WAKO-Nachwuchs-WM-Medaille in der Geschichte des Vorarlberger Kickboxsports. Sein Bruder Max erreichte bei seinem WM-Debüt Rang fünf.

Mehr als 2800 Athletinnen und Athleten aus 74 Nationen waren bei den Titelkämpfen am Start. In Alex Furmaneks Klasse kämpften 19 Sportler aus 14 Ländern um die Medaillen.
Auftaktsieg als Initialzündung
Nach einem Freilos wartete im ersten Kampf ein starker Gegner aus Großbritannien. Für Furmanek war die Begegnung auch mental eine wichtige Prüfung: Bei der WM 2024 und der EM 2025 war er jeweils zum Auftakt ausgeschieden. Diesmal behielt der Nachwuchsathlet die Nerven und setzte sich mit 9:6 durch.
Im Viertelfinale zeigte Furmanek anschließend eine taktisch disziplinierte Vorstellung. Gegen einen defensiv eingestellten Gegner aus Chile kontrollierte er das Geschehen und zog mit einem 3:0 ins Halbfinale ein. Dort traf der 13-Jährige auf einen Italiener, der später Vizeweltmeister wurde. Nach einem ausgeglichenen Duell stand es zur Pause 1:1. Zwei schnelle Punkte des Italieners brachten Furmanek ins Hintertreffen. Am Ende musste er sich mit 4:10 geschlagen geben – Bronze war damit gesichert.
“Ich bin sehr erleichtert, dass ich Bronze gewinnen konnte. Der schönste Moment war für mich der Sieg gegen den starken Briten. Nachdem ich bei den letzten beiden Meisterschaften gleich am Anfang ausgeschieden bin, war es für mich besonders wichtig, diesmal diesen Kampf zu gewinnen”, sagt Furmanek.

Bei WM-Debüt viel Erfahrung gesammelt
Auch sein 15-jähriger Bruder Max zeigte eine starke Leistung. Bei seinem WM-Debüt gewann er zunächst gegen Kanada mit 15:5 und gegen Guatemala mit 11:5. Im Viertelfinale musste er sich einem Briten, der später Silber gewann, mit 8:12 geschlagen geben. Rang fünf war damit fix.
WM-Debütantin Leonie Fend-Schäfer (18) aus Lauterach unterlag in der Juniorinnen-Klasse bis 55 kg zum Auftakt einer starken Italienerin mit 2:13.
Alle drei KKU-Athleten kamen zudem im Teambewerb zum Einsatz. Alex und Max Furmanek erreichten mit dem österreichischen U16-Team die zweite Runde, mussten sich dort aber geschlagen geben. Auch für Fend-Schäfer und das Juniorinnen-Team kam nach der zweiten Runde das vorzeitige Ende.
Trainer Fabian Verschnig sprach von einem außergewöhnlichen Erfolg: “Die Bronzene von Alex ist für ihn, den Verein und den Vorarlberger Kickboxsport ein außergewöhnlicher Erfolg.”