Pioneers finden keinen Ausweg

Pioneers unterliegen Salzburg mit 1:4 und bleiben im Keller stecken.

Feldkirch Der Abstand zu den anderern Teams vergrößert sich zusehends. Bereits sechs Zähler trennen die Pioneers nach der 1:4-Heimniederlage gegen Salzburg vom Vorletzten aus Budapest. Auch im siebten Saisonspiel blieben die Feldkircher sieg- und punktelos. Gegen keineswegs übermächtige Mozartstädter hielten die Gastgeber die Begegnung lange offen, standen nach 60 Minuten jedoch erneut mit leeren Händen da. Ob diese schwarze Serie am Sonntag abreißt, bleibt fraglich, denn die Feldkircher gastieren beim Tabellensechsten in Laibach.
Früher Rückstand als Dauerschleife
Die Feldkircher benötigten wieder einen Gegentreffer als Weckruf, um überhaupt Zugriff auf die Begegnung zu bekommen. Bereits zum sechsten Mal in dieser Saison lief die Mannschaft von Marko Ojanen einem 0:1 hinterher. Nicolas Poisson zog in der elften Minute von der rechten Seite ab, überraschte Alex Caffi im PIV-Tor und traf ins lange Eck. Auch wenn der Schuss glücklich den Weg ins Tor fand, spiegelte die Salzburger Führung das Geschehen auf dem Eis wider. Die Gäste ließen zuvor hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt und Caffi bewahrte sein Team mit mehreren Paraden vor einem höheren Rückstand.
Im Mittelabschnitt stand der 36-jährige Routinier erneut im Brennpunkt. In der 23. Minute fischte Caffi die Scheibe nach einer Einzelaktion von Benjamin Nissner mit der Kufenspitze gerade noch von der Torlinie. Zwei Minuten später war der Feldkircher Schlussmann jedoch machtlos. Bei doppelter Unterzahl der Gastgeber nutzte Peter Schneider den Freiraum eiskalt aus und jagte den Puck genau ins Kreuzeck zum 0:2.

Fünfminütige Überzahl verpufft wirkungslos
Wenig später bot sich den Hausherren die Gelegenheit zur Wende. Nach einem harten Bandencheck von Mario Huber an Logan Britt schickten die Schiedsrichter den Salzburger vorzeitig unter die Dusche. Doch anstatt das fünfminütige Powerplay mit voller Wucht zu nutzen, agierten die Feldkircher viel zu zaghaft und ohne klare Ideen. Auch Rückkehrer Guus van Nes, der nach überstandener Verletzungspause wieder auflief, fand gegen das aggressive Salzburger Unterzahlspiel und Gäste-Goalie Atte Tolvanen keine Lücke.
Premierentor von Summer reicht nicht
Zu Beginn des Schlussabschnitts keimte in der Vorarlberghalle noch einmal Hoffnung auf. Der 19-jährige Ben Summer schnappte sich im Mitteldrittel die Scheibe, marschierte entschlossen ins Angriffsdrittel und verkürzte mit einem platzierten Handgelenksschuss frech auf 1:2 (43.). Für den jungen Stürmer bedeutete dieser Treffer das erste Tor seiner Karriere in der höchsten Spielklasse. „Schade, dass am Ende nicht mehr herausgeschaut hat“, bedauerte Summer nach der Schlusssirene.

Nun übernahmen die Feldkircher für einige Minuten das Kommando und schnürten die Gäste ein. „Das war sicher unsere beste Phase im gesamten Spiel“, bilanzierte Headcoach Marko Ojanen. Doch der ersehnte Ausgleich fiel nicht. Stattdessen traf Mathias Böhm, der völlig frei vor Caffi die Scheibe abgebrüht unter die Querlatte hob. Nachdem die Feldkircher eine weitere Überzahl ausließen, traf Schneider mit einem Schuss ins leere Tor zum 1:4-Endstand (59.). ABR