150 Neue im Härtetest: Wer die Liga aufmischt und wer hinterherläuft

Die Transferbilanz in der Vorarlbergliga offenbart große Unterschiede.
Koblach Der Transfersommer war rekordverdächtig, die ersten Urteile fallen bereits deutlich aus. Mehr als 150 Neuzugänge und knapp 100 Abgänge haben das Gesicht der Vorarlbergliga stark verändert. Nach acht Spielen zeigt sich, welche Verpflichtungen tatsächlich den Unterschied ausmachen und wo die erhoffte Verstärkung noch ausbleibt. Doch während einige Vereine ihre Kader nahezu mustergültig zusammengestellt haben, ist bei anderen von einem Leistungsschub noch wenig zu erkennen.
An der Spitze gibt es keine Überraschung. Koblach und Fußach galten als erste Anwärter auf den Aufstieg. Beide bestätigen ihre Favoritenrolle und verdienen die Note eins. Koblachs größter Volltreffer ist Bruno Gervasoni. Der starke Angreifer hat bereits sechs Tore erzielt. Mit Fabian Pernstich und Senih Coskun wurden weitere Leistungsträger gewonnen, Torhüter Noah Ender gibt der Mannschaft Sicherheit. Der Tabellenführer hat seine ohnehin hohen Ambitionen mit den richtigen Verpflichtungen untermauert.

Auch Fußach kann sich über eine ausgezeichnete Trefferquote auf dem Transfermarkt freuen. Maurice Wunderli hat fünfmal getroffen, Ex-Profi Manuel Sutter bringt Erfahrung und spielerische Klasse ein. Aljaz Kavcic hat sich als Abwehrchef etabliert, Luca Maccani und Markus Siller gehören ebenfalls zu den herausragenden Neuzugängen dieser Spielklasse. Bei diesem Aufgebot ist die starke Zwischenbilanz allerdings keine Sensation, sondern beinahe Pflicht.




Göfis (Note 1) musste nach dem Abstieg aus der Eliteliga einen beinahe vollständigen personellen Neubeginn bewältigen. Dass die neu formierte Mannschaft schon nach acht Runden konkurrenzfähig ist, spricht für die Arbeit der Verantwortlichen. Aufsteiger Altenstadt (Note 1) hat bei seinen wenigen, gezielten Verpflichtungen ein glückliches Händchen bewiesen. Torhüter Jan Krawagna, Lucca Oberhöller und Hanan Begic haben sofort überzeugt. Rankweil (Note 2) wiederum profitiert von der Rückkehr von Matthias Flatz und Mathias Bechter.
Ein gutes Zeugnis verdienen Götzis, Schwarzenberg, Frastanz, Sulz und Langen. Bei Götzis haben sich Dogukan Sismanlar, Merd Zorlu und Torhüter Nikola Pupovac bewährt. Schwarzenberg gelang mit Schlussmann Pascal Goldmann und Keramettin Kocabay eine deutliche Verstärkung. Sulz kann sich auf Julian Gassner und den Brasilianer Matheus Lima verlassen. Frastanz hat seinen Kader sinnvoll ergänzt, während Aufsteiger Langen mit Spielern aus der Umgebung einen erfreulich erfolgreichen Weg eingeschlagen hat. Für dieses Quintett gibt es jeweils die Note zwei.

Weniger überzeugend fällt die bisherige Bilanz bei Hittisau aus. Der erhoffte Qualitätsgewinn ist allerdings noch nicht im gewünschten Ausmaß erkennbar. Mehr als die Note drei ist vorerst nicht gerechtfertigt.



Auch Viktoria Bregenz (3) hat trotz zahlreicher Verpflichtungen noch nicht die erhoffte Stabilität gefunden. Hörbranz muss mit seinen begrenzten Möglichkeiten auskommen. Großwalsertal (3) verfolgt dagegen bewusst einen anderen Ansatz mit dem Einbau junger Talente. VN-TK