Anschluss nicht aus den Augen verlieren

Bregenz und Hard wollen nach Niederlagen gegen Topgegner zurück in die Erfolgsspur.
Bregenz Wohin führt der Weg der Ländle-Klubs in der HLA-Meisterliga? Nach einer enttäuschenden Nullnummer am letzten Spieltag stehen sowohl Bregenz Handball (6.) als auch der Alpla HC Hard (8.) unter Zugzwang. Während Bregenz bei Graz mit 32:35 den Kürzeren zog, kassierte Hard vor eigenem Publikum gegen Bärnbach/Köflach mit 26:34 eine deutliche Niederlage. Nun warten mit Schwaz Tirol und den Fivers Margareten zwei Gegner aus dem Spitzenfeld.
Gleiche Vorzeichen
Bregenz empfängt am Samstag (18:30 Uhr) in der Handballarena Rieden den Tabellendritten aus Tirol. Die Gäste reisen allerdings mit einer Portion Wut im Bauch an. Nach zuvor makellosem Saisonstart kassierte man gegen Linz mit 27:32 die erste Niederlage und wird entsprechend auf Wiedergutmachung aus sein. Die Voraussetzungen versprechen somit ein Duell zweier Mannschaften, die nach Rückschlägen rasch wieder in die Erfolgsspur finden wollen.

Für Bregenz-Coach Julian Rauch steht dabei die Defensivarbeit im Fokus. “Wir müssen in der Abwehr Regisseur Medic in den Griff bekommen und im Angriff gute Lösungen finden. Über Letzteres mache ich mir nicht so viele Sorgen”, sagt der junge Trainer. Die Niederlage in Graz ärgert ihn noch immer. “Wir hatten eine rabenschwarze Viertelstunde und sind innerhalb weniger Minuten mit neun Toren in Rückstand geraten. Das hat uns um den Lohn einer ansonsten ordentlichen Leistung gebracht.”
Etwas Kopfzerbrechen bereitet Rauch die personelle Situation. Nach Lukas Ulmer und Jakub Drajewski fällt auch Dian Ramic aus. Der Kapitän zog sich gegen Atzgersdorf eine Ruptur des Schultereckgelenks zu, wurde bereits operiert und wird voraussichtlich wie Ulmer erst Anfang Februar wieder zur Verfügung stehen. Positive Nachrichten gibt es dagegen von Abwehrchef Philipp Wäger. Er hat das Mannschaftstraining ohne Einschränkungen absolviert und soll nicht nur in der Defensive, sondern auch im Angriff wieder eine wichtige Rolle übernehmen.

Trotz der Ausfälle glaubt Rauch an die Chance seiner Mannschaft. “Ich erwarte ein enges Spiel, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden. Mit der Unterstützung unserer Fans wollen wir die beiden Punkte holen und den Anschluss an die Spitzenteams halten.”
Unveränderte Lage
Noch anspruchsvoller fällt die Aufgabe für Hard aus. Die Roten Teufel gastieren zeitgleich beim Tabellenführer Fivers und wollen nach der bitteren Heimniederlage eine deutliche Reaktion zeigen. Die ohnehin angespannte Personalsituation hat sich nicht verbessert. Die Verletztenliste bleibt lang und trifft die Mannschaft sowohl in der Breite als auch in der Qualität empfindlich. Dennoch will man sich nicht hinter den Ausfällen verstecken. Vielmehr soll das Team enger zusammenrücken und als Einheit auftreten.

Dass die Aufgabe in der Hollgasse alles andere als einfach wird, zeigt der Blick auf die letzte Saison. Im Viertelfinale der Best-of-three-Serie setzte sich der spätere Vizemeister mit 2:1 durch. Beide Heimspiele verlor Hard knapp mit 32:33 und 31:33, einzig das Gastspiel in Wien entschied man mit 32:31 für sich. Ein Ergebnis, das Hoffnung macht. “Wir müssen unsere Abwehr verbessern und dafür 60 Minuten konzentriert und entschlossen agieren. Wir brauchen eine gute Leistung als Mannschaft und auch individuell”, fordert Hard-Trainer Spyros Balmenos.

Auch Ex-Fivers-Spieler Marc-André Haunold weiß, was seine Mannschaft erwartet. “Auf uns wartet eine richtungsweisende Partie bei einem sehr starken Titelaspiranten. Nach der letzten Niederlage müssen wir eine Reaktion zeigen. Ich freue mich besonders auf die Spiele an ehemalier Wirkungsstätte. Wir wollen die zwei Punkte nach Hard mitnehmen. Zuletzt ist uns das in der Hollgasse immer gut gelungen.”