Schwächephase zerstört Pioneers-Hoffnungen

Vier Gegentreffer im Mittelabschnitt besiegeln das 1:4 gegen Linz.
Feldkirch Ein starker Mittelabschnitt reichte den Black Wings Linz, um sich in der Vorarlberghalle gegen die Pioneers mit 4:1 durchzusetzen. „Das war zu wenig. Wir haben einfach nicht gut genug gespielt“, lautete das nüchterne Resümee von Jesse Seppälä nach der Schlusssirene. Während die Feldkircher damit auch im zehnten Saisonspiel sieglos blieben, kletterten die Oberösterreicher an die Tabellenspitze.
Disziplinierter Auftakt
Bereits zum zweiten Mal trafen die beiden Teams in dieser Saison aufeinander. Die Feldkircher zogen ihre Lehren aus der ersten Begegnung, die sie vor knapp drei Wochen mit 3:5 verloren. Damals liefen die Pioneers bereits nach 40 Sekunden einem Rückstand hinterher. Am Sonntagnachmittag agierten die Hausherren von Beginn an konzentrierter und stellten die Gäste vor spürbare Probleme.
In der siebten Minute verbuchten die Feldkircher durch Logan Britt die erste Großchance. Der Verteidiger, der am Freitag gegen den KAC ein Tor erzielte und über 28 Minuten Eiszeit abriss, scheiterte jedoch an Linz-Goalie Martin Reder. Auf der Gegenseite stand mit Leon Sommer ein ehemaliger Teamkollege von Reder erstmals von Beginn an für die Pioneers im Gehäuse. Vor drei Jahren spielten die beiden Oberösterreicher noch gemeinsam für das Alps-Team der Linzer. In der zehnten Minute stürmte Linz-Urgestein Brian Lebler allein auf Sommer zu, doch der 24-jährige PIV-Schlussmann störte den Angreifer entscheidend beim Abschluss. Die gefährlicheren Aktionen im Startdrittel verbuchten die Gastgeber. In der 13. Minute probierte es Kapitän Guus van Nes in Überzahl mit einem Alleingang, doch Reder begrub die Scheibe im letzten Moment unter seinen Schonern.

Drei Linzer Treffer binnen fünf Minuten
Kurz nach Wiederbeginn fand die Feldkircher Stabilität ein jähes Ende. Ein Schuss von Philipp Wimmer von der blauen Linie passte exakt ins lange Eck zum 0:1 (22.). Mit der Führung im Rücken übernahmen die Linzer das Kommando, während die Feldkircher im Mitteldrittel nur wenige Entlastungsangriffe starteten. Zwei Überzahlsituationen verstrichen wie so oft in dieser Saison ergebnislos.
In der 34. Minute fälschte Brady Shaw einen Schuss unhaltbar ins kurze Eck ab. Nur drei Minuten später legten die Gäste nach, als Kyle Topping die Scheibe im Powerplay zum 0:3 versenkte (37.). Damit standen die Montfortstädter vor derselben schweren Hypothek wie im ersten Saisonduell. Damals egalisierten van Nes und seine Kollegen einen Drei-Tore-Rückstand noch, doch diesmal fehlten die spielerischen Mittel. Kurz vor der zweiten Pause schlug Shaw ein zweites Mal zu und sorgte beim Stand von 0:4 (39.) für die Vorentscheidung.

Ehrentreffer und doppeltes Verletzungspech
Das 1:4 von Jesse Seppälä in der 48. Minute diente nur noch der Ergebniskosmetik. Einerseits verwalteten die Linzer den Vorsprung in der Schlussphase abgebrüht, andererseits hatten die Feldkircher im Schlussdrittel bitteres Verletzungspech zu beklagen. Mit Roni Allén und Ville Immonen schieden gleich zwei PIV-Stammkräfte nach vorzeitig aus.
