Zwei Abwehrbollwerke, ein Derby: Im Bergstadion knistert es

Bizau will Rotenberg die Spitze vermiesen.
Bizau Im Bizauer Bergstadion ist am Freitag um 19 Uhr alles für einen echten Fußball-Leckerbissen angerichtet. Am 10. Spieltag der VOL.AT-Eliteliga treffen mit dem siebtplatzierten FC Bizau und dem Tabellenzweiten FC Rotenberg die beiden besten Defensivabteilungen der Liga aufeinander. Bizau kassierte in acht Spielen erst acht Gegentore, Rotenberg musste in neun Partien lediglich zehn Treffer hinnehmen. Für die Gäste geht es dabei um besonders viel: Mit dem zweiten Auswärtssieg könnte die Eisbacher-Elf zum zweiten Mal in dieser Saison zumindest für 24 Stunden die Tabellenführung von Egg übernehmen.

Rotenberg-Trainer Mandy Eisbacher spricht vom nächsten Derby-Highlight, erwartet im engen Bergstadion allerdings eine völlig andere Partie als zuletzt. “Der, der die Zweikämpfe besser annimmt und mehr zweite Bälle gewinnt, der wird sich das Spiel für sich entscheiden”, weiß der Coach. Vor der individuellen Klasse der Gastgeber hat er großen Respekt. Eisbacher bezeichnet Bizau sogar als Transferkönig, der sich für die Eliteliga enorm verstärkt habe. Dennoch ist sein Ziel klar: punkten und möglichst die Tabellenspitze erobern.

Auch Bizau-Spielertrainer Lukas Katnik blickt voller Zuversicht auf den Kracher. Seine Mannschaft ist seit sechs Spielen ungeschlagen, holte dabei zwei Siege und vier Unentschieden. Die Neuzugänge hätten nicht nur zusätzliche Qualität, sondern auch eine neue Mentalität gebracht. Katnik betont allerdings, dass ebenso die bisherigen Spieler einen großen Entwicklungsschritt gemacht hätten. Für den Sprung in die Spitzengruppe fehle noch das letzte Quäntchen an Erfahrung oder Qualität. “Wir haben das Selbstvertrauen, dass wir jetzt gegen jede Mannschaft gewinnen können”, erklärt der Spielertrainer.

Besonders große Hoffnungen ruhen auf Julian Wießmeier, der mit fünf Treffern die Hälfte aller bisherigen Bizauer Saisontore erzielt hat. Rotenberg bringt es dagegen bereits auf 22 Treffer. Katnik bezeichnet die Gäste als “Mannschaft der Stunde”, glaubt aber an die eigene Chance: “Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, speziell in der Defensive, haben wir sicher die Qualität, daheim zu gewinnen.” Beide Topklubs haben gegen andere Wäldervereine noch nicht verloren. VN-TK